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Stärkung der ganzheitlichen Behandlung

Im Salus-Fachklinikum Bernburg wurde ein chefärztlich geleiteter Bereich für Innere Medizin etabliert. Er bündelt internistische Fachkunde mit notfall- und palliativmedizinischer Expertise. Damit wurde für alle Abteilungen des Bernburger Fachklinikums eine zentrale Schnittstelle geschaffen, um auf die engen Wechselbeziehungen zwischen Psyche und Körper fortan noch besser eingehen zu können. Hintergrund ist, dass viele psychisch kranke Patientinnen und Patienten zugleich von körperlichen Beschwerden betroffen sind. Häufig liegen Mehrfacherkrankungen mit chronischen Verläufen vor, bei denen die interdisziplinäre Behandlung besonders wichtig ist. Als Chefärztin konnte die erfahrene Fachärztin für Innere Medizin Cristina Burzo gewonnen werden, die über Zusatzqualifizierungen in der Notfall- und Palliativmedizin verfügt. Sie war zuvor als leitende Oberärztin in der Fachabteilung für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie des Fachklinikums tätig.

 

„Mit Frau Burzo konnten wir eine Persönlichkeit für die Chefarzt-Position gewinnen, die ausgezeichnete fachliche Expertise, patientenzentriertes Denken sowie weitreichende Berufserfahrungen miteinander verbindet“, erklärt Jürgen Richter, Geschäftsführer der Salus Altmark Holding gGmbH. „Sie steht für eine moderne, integrative Medizin, die somatische und psychische Gesundheit als untrennbare Einheit versteht. Die zentrale Leitung stellt sicher, dass internistisches Wissen in allen relevanten Bereichen Anwendung findet und strukturiert auch in die assistenzärztliche Weiterbildung einfließt“, so Jürgen Richter. Zugleich sei die Stärkung der internistischen Struktur auch im Kontext mit der regionalen Versorgungssituation vorteilhaft: „Konsile und Verlegungen in Einrichtungen weit außerhalb von Bernburg können reduziert werden.“

 

Cristina Burzo, geboren 1977 im rumänischen Cluj-Napoca, besuchte in ihrer Heimat deutschsprachig profilierte Schulen und erwarb dort im Jahr 1996 das Abitur. Im Anschluss nahm sie das Studium der Humanmedizin an der Universität „Iuliu Hațieganu“ in Cluj-Napoca auf, legte erfolgreich das Staatsexamen ab und schloss ihr Studium mit der Staatsdiplomarbeit ab. Nachdem sie gemeinsam mit ihrem Ehemann 2004 nach Deutschland gekommen war, absolvierte sie in Halle die deutsche Anerkennungsprüfung und erhielt hier die Approbation als Ärztin. Frau Burzo setzte ihr berufliche Laufbahn zunächst als Assistenzärztin an verschiedenen Krankenhäusern in Sachsen-Anhalt kontinuierlich fort und erwarb 2012 die Facharztanerkennung für Innere Medizin, gefolgt von den Zusatzbezeichnungen Notfallmedizin (2019) und Palliativmedizin (2025). Vor ihrem Wechsel ins Salus-Fachklinikum Bernburg im Jahr 2024 trug die engagierte Medizinerin bereits Verantwortung als leitende Oberärztin in den regionalen Ameos-Kliniken, zuletzt in Bernburg.

 

„Die Verbindung von Innerer Medizin und Psychiatrie stellt aus meiner Sicht eine fachlich besonders sinnvolle und zeitgemäße Kombination dar“, erklärt sie ihre Motivation zur Übernahme der chefärztlichen Position. „Viele internistische Erkrankungen sind eng mit psychischen Belastungen und psychosomatischen Faktoren verknüpft“, verweist Frau Burzo u.a. darauf, dass somatische Krankheitsbilder häufig mit depressiven Störungen, Angstzuständen oder Anpassungsstörungen einhergehen. „Gerade in der Behandlung multimorbider und chronisch erkrankter Patientinnen und Patienten ermöglicht der interdisziplinäre Ansatz eine ganzheitliche Sichtweise, die Körper und Psyche gleichermaßen berücksichtigt“, erklärt die Chefärztin, deren Zusatzqualifikation in der Palliativmedizin zugleich ihre Kompetenz im Umgang mit schwerkranken Menschen, komplexen Belastungssituationen und existenziellen Fragestellungen unterstreicht – Aspekte, die auch in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung eine große Rolle spielen. Seit 2025 befindet sich Frau Burzo berufsbegleitend in einer psychotherapeutischen Weiterbildung und vertieft damit ihre interdisziplinäre Kompetenzen.