Bernburg - Die charmante Stadt an der Saale, entwickelt sich zunehmend zu einem begehrten Reiseziel für Campingurlauber aus ganz Europa. Aus Sicht der Campingplatzbetreiber der Schifferklause, Dominik Sommer und Helena Wójtowicz wird deutlich, dass Bernburg alles bietet, was Touristen für einen gelungenen Aufenthalt benötigen – von facettenreichen Freizeitmöglichkeiten bis hin zu historischen Sehenswürdigkeiten und einer herausragenden Infrastruktur für Camper.
Das vergangene Jahr brachte zahlreiche Highlights, die Bernburg weiter in den Fokus der europäischen Camping-Community rückten. Camping ist so beliebt wie niemals zuvor, der Bestand von registrierten Reisemobilen in Deutschland hat die Marke von einer Million Fahrzeugen geknackt. Das ist auch spürbar in Bernburg. Besonders zu Ostern und Himmelfahrt sowie in den Sommermonaten begrüßte der Campingplatz eine Vielzahl internationaler Gäste, welche das Stadtbild und die weitläufige Natur entlang der Saale genossen. Auch größere Firmenfeiern erwiesen sich als ein voller Erfolg – der Campingplatz bot mit seiner einzigartigen Lage und dem gemütlichen Ambiente eine ideale Kulisse für unvergessliche Veranstaltungen. Zum Jahresabschluss war acht Wochen die Winteralm ein stimmungsvoller Höhepunkt in Bernburg. Gäste genossen die festliche Atmosphäre mit Glühwein, Lichterglanz und regionalen Spezialitäten – ein Beweis dafür, dass Bernburg nicht nur im Sommer, sondern auch in der kalten Jahreszeit ein attraktives Ziel ist.
In diesem Jahr soll der städtische Campingplatz umfassend modernisiert. Die geplanten Investitionen umfassen die Erneuerung der Sanitäranlagen, Verbesserungen der Stellplatzinfrastruktur sowie Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung. Auch das Internet soll ausgebaut werden und mit Glasfaser allen Campingtouristen guten Internet ermöglichen. Mit diesen Schritten stärkt Bernburg seine touristische Attraktivität und setzt auf ein zeitgemäßes, familienfreundliches Angebot.
Auch in diesem Jahr setzt Dominik Sommer auf bewährte und beliebte Veranstaltungen. Osterwochende, Himmelfahrt und Firmenfeiern stehen wieder auf dem Programm und bieten Familien, Campern und Unternehmen einen besonderen Rahmen für Erholung und Zusammenkunft. Die Adventsterrasse bleibt ebenfalls fester Bestandteil des Jahreskalenders. Ob die Winteralm wieder tausende Besucher begrüßen wird, bleibt noch offen.
Warum entdecken Touristen Bernburg?
Die Lage Bernburgs spielt eine entscheidende Rolle bei der Gewinnung neuer Gäste. Durchreisende Gäste, die aufgrund der strategisch günstigen Anbindung an die A14 und die Nordharz-Autobahn für eine Nacht bleiben, sind oft so angetan von der Stadt, dass sie im folgenden Jahr für einen längeren Aufenthalt zurückkehren. Vor allem unter Campern verbreitet sich Bernburg durch Erfahrungsberichte in Online-Foren, wodurch eine stetig wachsende internationale Nachfrage entstanden ist.
Die Herausforderung: Bernburg aktiv bewerben
Trotz der hohen Gästezufriedenheit bleibt Bernburg für viele potenzielle Touristen ein Zufallsfund. Der Grund: Es mangelt an aktiver Werbung. Zwar ist die Stadt auf der ITB präsent, doch die touristische Außendarstellung bleibt insgesamt hinter ihren Möglichkeiten zurück. Vor allem im Bereich der Social Media-Präsenz besteht Nachholbedarf. Im Vergleich zu anderen Städten gibt es zu wenig ansprechendes und aktuelles Bildmaterial, das Reisende neugierig macht. Hochwertige, gut inszenierte Bilder könnten Bernburgs Potenzial international sichtbar machen.
Neue Strategien für mehr Sichtbarkeit
Um die Stadt als beliebtes Reiseziel zu etablieren, braucht es gezielte Marketingkampagnen. Neben klassischen Werbematerialien ist die internationale Vermarktung entscheidend. Ein großes Versäumnis ist bislang das Fehlen von mehrsprachigen Informationsquellen. Internationale Gäste – wie die treue Schwedische und Norwegische Besuchergruppe – sind darauf angewiesen, dass Inhalte zumindest auf Englisch verfügbar sind. Digitale und gedruckte Flyer mit mehrsprachiger Ausführung wären ein erster Schritt.
Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Ein weiteres Hindernis ist die fehlende übergeordnete Koordination der touristischen Werbung. Gegenwärtig kocht jeder Akteur „sein eigenes Süppchen“, anstatt gemeinsam an einem starken touristischen Gesamtbild der Stadt zu arbeiten. Dabei wäre es essenziell, Privatwirtschaft, Vereine und städtische Einrichtungen unter einem Dach zu bündeln, um Bernburg als attraktives Ziel ganzheitlich zu präsentieren.
