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1. Bernburger Weinworkshop lädt zum Austausch ein

Mit dem 1. Bernburger Weinworkshop lädt das Weininstitut der Hochschule Anhalt am 27. April 2026 von 9 bis 13 Uhr auf den Lehr- und Versuchsweinberg „Waladala“ ein. Die Veranstaltung bietet Interessierten eine Plattform für Austausch, neue Impulse und praxisnahe Einblicke in den modernen Weinbau der Region. Für die Veranstaltung sind noch Restplätze verfügbar - um Anmeldung wird gebeten unter www.hs-anhalt.de/waladala.

 

Im Mittelpunkt steht ein vielseitiges Programm, das aktuelle Forschung mit praktischen Erfahrungen verbindet: Zum Auftakt werden Ergebnisse aus den Versuchen des Jahres 2025 auf dem Lehr- und Versuchsweinberg vorgestellt. Anschließend berichten Praktiker aus der Region über Erfahrungen, wie jene zur Absicherung des Pflanzenschutzes im Weinberg in Crüchern. Weitere Programmpunkte widmen sich dem Weg „von der Rebe zum Wein“ und beleuchten Fragen des Qualitätsmanagements im Weinbau. Auch ökologische Aspekte spielen eine Rolle: So werden aktuelle Forschungsergebnisse zur Förderung der Biodiversität in Weinbergen vorgestellt. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf den regionalen Rebsorten „Blauer Bernburger“ und „Roter Aderstedter“. Hier werden Einblicke in spezifische Herausforderungen bei der Verarbeitung gegeben. Abgerundet wird der Workshop durch Beiträge zur Öffentlichkeitsarbeit im Weinbau sowie die Präsentation und Verkostung ausgewählter Weine.

 

Neben den Fachvorträgen bleibt Zeit für Gespräche, Erfahrungsaustausch und Vernetzung zwischen Hobby- und Erwerbswinzern sowie allen Weininteressierten.

 

Die Hochschule Anhalt knüpft mit dem Workshop an bestehende Initiativen in der Region an. Insbesondere der Heimatverein Bernburg sowie zahlreiche engagierte Hobbywinzerinnen und -winzer haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, die Weinbautradition wiederzubeleben. Mit dem Lehr- und Versuchsweinberg „Waladala“ schafft die Hochschule zudem eine wichtige Grundlage, um den Weinbau unter den Bedingungen des Klimawandels weiterzuentwickeln.

 

Weinbau hat im unteren Saaletal eine lange Geschichte: Bereits im Jahr 1090 wurde er erstmals urkundlich erwähnt. Nach seinem Verschwinden zu Beginn des 20. Jahrhunderts wächst heute wieder das Interesse an der alten Tradition – getragen von engagierten Initiativen, Hobbywinzerinnen und -winzern sowie wissenschaftlicher Begleitung.