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Bauprojekt fast beendet – Rollstuhlfahrer bleiben außen vor

Die Bauarbeiten im Bereich Brunnenstraße, Kirschberg und Dr.-John-Rittmeister-Straße stehen kurz vor ihrem Abschluss. Neben der umfassenden Erneuerung der Fahrbahn wurden auch der Gehweg neu gepflastert sowie angrenzende Parkflächen modernisiert. Das Erscheinungsbild des gesamten Bereichs konnte dadurch deutlich aufgewertet werden.

 

Allerdings zeigt sich im Zuge der Fertigstellung ein gravierender Mangel in Bezug auf die Barrierefreiheit: Für Rollstuhlfahrer stellt die aktuelle Bordsteinsituation ein Problem dar. Zwar befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein abgesenkter Bordstein, im neu gestalteten Bereich wurde jedoch kein entsprechendes Pendant berücksichtigt. Dadurch ist eine sichere und selbstständige Querung für mobilitätseingeschränkte Personen nicht möglich.

 

Dies hat konkrete Auswirkungen auf die Erreichbarkeit von Einrichtungen vor Ort. So ist beispielsweise ein Besuch des Eiscafés „Altes Wasserwerk“ für Rollstuhlfahrer derzeit nur eingeschränkt möglich. Hier besteht dringender Nachbesserungsbedarf, um die Nutzung des öffentlichen Raums für alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen zu gewährleisten.

 

Die Baumaßnahme selbst erfolgte im Zeitraum vom 06.10.2025 bis voraussichtlich 31.05.2026 unter Vollsperrung der betroffenen Straßenabschnitte. Hintergrund der Arbeiten war die Entkopplung des Regenwasserkanals (RWK). Ziel dieser Maßnahme der nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung ist es, Niederschlagswasser nicht ungenutzt in die Kanalisation abzuleiten, sondern möglichst vor Ort zu versickern oder anderweitig zu nutzen. Dadurch wird das Kanalnetz entlastet und ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet.

 

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung durch die Modernisierung der Infrastruktur sollte die Barrierefreiheit im Sinne einer inklusiven Stadtgestaltung zeitnah überprüft und angepasst werden.

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