Bernburg (Saale) – Mit dem Projekt „Farbsturm Bernburg“ zeigen die Künstler Niklas Borgemeister und Magnus Börner, wie Kunst den öffentlichen Raum nachhaltig aufwerten kann. Das beim Bürgerbudget der Stadt Bernburg (Saale) mit dem dritten Platz ausgezeichnete Vorhaben wird mit 8.000 Euro gefördert und bringt moderne Wandkunst, Stadtgeschichte und Bürgerbeteiligung auf besondere Weise zusammen.
Zu den ersten erfolgreich umgesetzten Projekten zählt die künstlerische Gestaltung des Trafohauses auf dem Lindenplatz. Aus einem bislang rein funktionalen Bauwerk ist ein farbenfroher Blickfang entstanden, der den Platz aufwertet und die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich zieht. Das Trafohaus steht beispielhaft für die Idee des Projekts, unscheinbare Infrastruktur in identitätsstiftende Orte zu verwandeln.
Ebenfalls bereits fertiggestellt wurde das großflächige Wandbild in der Wachgasse. Das Kunstwerk greift Motive des Sachsen-Anhalt-Tages in Bernburg (Saale) auf und verbindet regionale Identität mit moderner Urban-Art-Gestaltung. Mit seiner markanten Darstellung setzt es einen neuen Akzent im Stadtbild und bereichert den öffentlichen Raum dauerhaft.
In den kommenden Monaten folgen weitere Teilprojekte. An der Stadtbibliothek soll ein künstlerisch gestalteter Zeitstrahl mit historischen Ansichten der Stadt entstehen. Darüber hinaus ist ein gemeinsames Projekt mit Schülerinnen und Schülern geplant, bei dem kreative Gestaltungselemente entwickelt werden, die beispielsweise auf Weihnachtsmärkten oder anderen Veranstaltungen eingesetzt werden können. Den Abschluss des Gesamtprojektes bildet die großformatige Gestaltung eines Neubaublocks.
Die vier Teilprojekte verfolgen ein gemeinsames Ziel: öffentliche Flächen aufzuwerten, Stadtgeschichte sichtbar zu machen und Menschen für ihre Umgebung zu begeistern. Dabei wird Kunst bewusst dort platziert, wo sie im Alltag wahrgenommen wird und neue Perspektiven auf bekannte Orte eröffnet.
Weitere Einblicke in die Arbeiten und die Entstehung der Projekte gibt es auf Instagram unter „Farbsturm Bernburg“. Ergänzend sollen QR-Codes an den gestalteten Flächen angebracht werden, die Interessierten zusätzliche Informationen zu den Kunstwerken und ihrer Entstehung vermitteln.
Mit „Farbsturm Bernburg“ wird deutlich, welches Potenzial in kreativer Stadtgestaltung steckt – und wie aus grauer Infrastruktur lebendige Identifikationspunkte für die gesamte Stadtgesellschaft entstehen können.
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