Führungen: Samstag, 27. Juni 2026, 10:00, 11:00, 12:00 und 13:00 Uhr
Das markante Einzeldenkmal in der Bernburger Talstadt unmittelbar am Nienburger Stadttor gründet auf renaissance- und barockzeitlichen Resten des „Reichertschen Freigutes“, eines eingeschossigen Sattelhofes von 1683 mit der bis heute erhaltenen frühbarocken Toranlage. Umbaumaßnahmen zu einem bürgerlichen Repräsentationsbau im spätklassizistischen Palazzostil um 1863 prägen das heutige zweigeschossige Erscheinungsbild. Ab 1940 wurde das Gebäude als Geschäftshaus der Junkers-Werke, in der Nachkriegszeit als Finanzamt und als pädagogische Schule genutzt und stand ab der Wende leer.
Nach dem Erwerb 2020 durch SOS Kinderdorf e.V. wurde das Gebäude grundlegend denkmalgerecht modernisiert und umgebaut. Entstanden ist eine Nutzungsmischung mit Café und Veranstaltungsräumen, Flächen für die Verwaltung und für zwei Wohngruppen. Der Entwurf ist so angelegt, dass die historisch wertvolle Substanz größtmöglich erhalten werden konnte. Hierzu zählen Raumfolgen mit Kreuzgewölben aus der Erstbebauung und repräsentative Räume mit wertvollen Parkett- und Stuckarbeiten in der Beletage aus der Bauphase des Spätklassizismus, die in einem spannenden Nebeneinander mit modernen Ergänzungen zu erleben sind.
Standort
Nienburger Straße 19, Bernburg (Saale) - Öffnen mit Google
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Bauherr/in
SOS Kinderdorf e.V., München
Architekten
°pha Architekten BDA, Potsdam
Fertigstellung
2026
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