Die Sommerferien stehen vor der Tür und viele Menschen starten in den wohlverdienten Urlaub. Damit die schönste Zeit des Jahres nicht durch Diebstahl, Betrug oder Verkehrsunfälle getrübt wird, gibt die Polizei einige wichtige Tipps.
Reiseplanung: Seien Sie vorsichtig beim Buchen einer Unterkunft im Internet. Regelmäßig werden kurzfristig Ferienwohnungen, Hotelzimmer oder Stellplätze auf Campingplätzen online reserviert. Gerade bei Online-Portalen ist jedoch Aufmerksamkeit gefragt, denn neben seriösen Angeboten gibt es auch gefälschte Verkaufsplattformen, sogenannte „Fake-Shops“. Diese locken mit günstigen Angeboten und fordern anschließend eine Zahlung per Vorkasse. Ist die vermeintliche Ferienwohnung erst einmal bezahlt, ist das Geld meist unwiderruflich verloren. Aus dem Schnäppchen wird dann schnell eine böse Überraschung. Überprüfen Sie daher ein Buchungsportal vor der Bezahlung immer auf ausreichende und stimmige Informationen zum Anbieter.
Sorgen Sie für die Zeit Ihrer Abwesenheit dafür, dass Ihr Zuhause während des Urlaubs nicht den Eindruck erweckt, unbewohnt zu sein. Bitten Sie rechtzeitig Bekannte, regelmäßig nach dem Rechten zu sehen, z. B. den Briefkasten zu leeren, die Mülltonnen hereinzustellen, gegebenenfalls den Rasen zu mähen sowie Rollläden zu öffnen und zu schließen. Hinterlassen Sie auf dem Anrufbeantworter oder in sozialen Netzwerken keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit. Außerdem empfehlen wir, bereits vor Reiseantritt Kopien der wichtigsten Ausweisdokumente (Pass, Führerschein, Impfausweis etc.), Ihrer Zahlungskarten und Tickets anzufertigen. Bewahren Sie diese am besten getrennt von den Originalen im Gepäck auf. So haben Sie im Falle eines Diebstahls alle wichtigen Dokumentennummern griffbereit.
Während der Reise: Da viele Urlauber mit dem Pkw verreisen, sollte das Fahrzeug vor Reiseantritt überprüft werden. Bevor es losgeht, sollten z. B. die Beleuchtung, der Ölstand sowie der Zustand der Reifen (Profil und Luftdruck) kontrolliert und bei Bedarf in Ordnung gebracht werden. Unfälle auf den Hauptreiserouten, insbesondere auf Autobahnen, sind häufig auf fehlende Aufmerksamkeit, zu geringen Sicherheitsabstand, überhöhte Geschwindigkeit oder unbedachtes Handeln zurückzuführen und haben oft verheerende Folgen. Wer vorausschauend fährt, kann Gefahrensituationen frühzeitig erkennen und entsprechend handeln. § 1 der StVO: (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. (2) Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.
Geben Sie auf sich Acht!
Die Polizei appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer, sich die allgemein gültigen Regeln immer wieder zu vergegenwärtigen. Durch das urlaubsbedingt erhöhte Verkehrsaufkommen, steigt die Wahrscheinlichkeit auf der Autobahn in einen Stau zu geraten. Sollten Sie Stauerscheinungen erkennen, beachten Sie bitte folgende
Hinweise:
- Geschwindigkeit verringern!
- Warnblinkanlage einschalten!
- Auf den rückwärtigen Verkehr achten!
- Rettungsgasse bilden!
- Rettungsgasse auch nach dem Passieren von Einsatzkräften aufrechterhalten!
- Unnötige Spurwechsel vermeiden!
- Nicht den Standstreifen benutzen!
- Verkehrsnachrichten verfolgen!
- Ruhe bewahren!
Verlassen Sie Ihr Fahrzeug auch im Stau nur in einer Notfallsituation. Andernfalls bringen Sie sich und andere schnell in Gefahr. Denn so plötzlich, wie der Verkehr zum Stillstand kommt, kann sich ein Stau auch wieder auflösen und der Verkehr zügig anfahren. Zu Fuß zwischen fahrenden Fahrzeugen unterwegs zu sein, ist lebensgefährlich! Halten Sie bei sommerlichen Temperaturen außerdem ausreichend Getränke im Fahrzeug bereit, damit Sie sich und Ihre Mitreisenden auch bei einem längeren Stau versorgen können.
Am Reiseziel: Im Hotel, im Restaurant, in Geschäften und überall dort, wo Gedränge herrscht, nutzen Diebe das Gedränge, um unbemerkt an Ihr Hab und Gut zu gelangen. Rechnen Sie überall mit Taschendieben. Sogenannte Handtaschenräuber sind darauf spezialisiert, vom fahrenden Moped oder Motorrad aus an der Schulter getragene Taschen zu entreißen. Das kann zu gefährlichen Stürzen führen.
Vorsicht ist auch bei „fliegenden“ oder „Flüsterhändlern“ geboten. Dort gekaufte Uhren, Parfüms, Antiquitäten und besonders günstige Waren beliebter Marken sind häufig Fälschungen, sodass Sie viel Geld für wenig Qualität bezahlen. Als Tourist werden Sie zudem häufig Opfer von Betrügereien: Fahrscheine, Eintrittskarten oder Geld können ungültig sein, „Antiquitäten“ sind meist billige Imitationen und „Markenerzeugnisse“ lediglich falsche „Blenderware“. Seien Sie achtsam und lassen Sie sich nicht zu Spontankäufen drängen.
Falls Ihnen dennoch etwas gestohlen wird, lassen Sie Ihre EC-Karte umgehend unter der Sperrnotrufnummer 116 116 sperren. Aus dem Ausland ist die Nummer mit der Landesvorwahl für Deutschland +49 erreichbar. Zusätzlich kann die Karte, insbesondere für die Erreichbarkeit aus dem Ausland, auch unter der Nummer +49 (0)30 40 50 40 50 gesperrt werden. Notieren Sie sich diese Rufnummern oder speichern Sie sie in Ihrem Mobiltelefon.
Der beste Aufbewahrungsort für Ihre Wertsachen ist, sofern vorhanden, der Hotelsafe. Hotel- und Campingverwaltungen nehmen Wertsachen häufig auch zur sicheren Verwahrung entgegen. So müssen Sie stets nur so viel Bargeld mitnehmen, wie Sie tatsächlich benötigen.
Wenn Sie Ihre Unterkunft verlassen, schließen Sie diese unbedingt sorgfältig ab und lassen Sie weder Geld noch Wertsachen offen liegen.
Die Polizeiinspektion Magdeburg wünscht allen eine erholsame Urlaubszeit.
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