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Urlaub auf dem Hausboot, Bernburg entdecken

Fotomontage: Urlaub auf dem Hausboot
Fotomontage: Urlaub auf dem Hausboot

Seit Jahren gehen die Tourismuszahlen nach oben, egal ob Urlaub mit dem Rad oder Wohnmobil,  zunehmend etabliert sich ein weiterer Tourismuszweig - der Wassertourismus.

 



Spürbar zugenommen hat der Radtourismus im Salzlandkreis in den letzten Jahren. Das liegt zum einen an der reizvollen Landschaft des Saaleradweges von der Quelle der Saale am Großen Waldstein bei Zell (Bayern) bis zu ihrer Mündung in die Elbe bei Barby (Sachsen-Anhalt). Burgen und Schlösser wie in Plötzkau oder Bernburg säumen die Ufer. Bei Bernburgern ist der Saaleradweg auf beiden Ufern der Saale in Verbindung mit der Brücke Gröna sehr beliebt. Das lag vor allem am Ausbau der Infrastruktur für den Radtourismus.

 

Seit Jahren gehen auch die Zahlen der Tagestouristen im Kreis nach oben, zu dem ist der Trend von Urlaub mit dem Wohnmobil ungebrochen. Grund genug für die Stadt Bernburg, Wohnmobilstellplätze nah der Stadt an der Töpferwiese zu planen. Auch der etwas abseits gelegenen Campingplatz ist in den Sommermonaten sehr beliebt.

Nun etabliert sich zunehmend ein weiterer Tourismuszweig - der Wassertourismus. Das Problem ist aber, das Wassertouristen auch einen Landzugang benötigen, der entlang der Saale nur schwer für Hausbote zu finden ist. Deshalb sollen mit Fördermittel für Ausbau von Infrastruktur und Tourismus Möglichkeiten geschaffen werden, Steganlagen mit Landgang wie beispielsweise an der Töpferwiese, an der Georgsburg oder in Alsleben zu schaffen. Dabei will sich der Salzlandkreis stark machen und  federführend das Projekt anschieben, denn mit dem Ausbau der Infrastruktur kommen auch die Touristen. Zwischen Magdeburg und Halle ganzjährig für Sportboote befahrbar, nur eben ohne Möglichkeiten, an Land zu kommen.    
Konzept: Schutzhafen Bernburg
Konzept: Schutzhafen Bernburg
So wie sich viele Familien ihren Urlaub mit dem Wohnmobil vorstellen, können andere sich mit Urlaub auf dem Hausboot vorstellen, das zeigen ganz klar Tourimsuzahlen in anderen Regionen. Auch in Bernburg leihen sich viele Leute ein Boot, für eine Stunde, einen Tag, wenn dien Möglichkeit da wäre, Urlaub mit der Familie auf einem Hausboot zu verbringen, würde auch das funktionieren, nochdazu, wo die Saale ein Chartergewässer ist und jedermann führerscheinfrei Boote bis zu einer gewissen Größe fahren darf.


Schutzhafen statt Töpferwiese (Konzept)

 

Im Rahmen der Entwicklung der Infrastruktur der Saale im Salzlandkreis kommt der Stadt Bernburg eine besondere Rolle zu. Aufgrund der Lage im unteren Saaleverlauf, der historischen Bedeutung und der innerstädtischen Situation, ergibt sich für die Stadt ein ganz besonderes Potential.

 

Die Freifläche unterhalb des Bernburger Schlosses in der Innenstadt, direkt am Saaleufer - bezeichnet als Töpferwiese - ermöglicht die Entwicklung einer Destination für wassersport- und wassertourismus-begeistere Gäste und Bürger. Da sich dieser Platz im Staubereich der Bernburger Schleuse/Wehranlage befindet, ist ein relativ gleichmäßiger Wasserstand der Saale gewährleistet.

 

Die vorgeschlagene Hafenanlage soll zum Einen natürlich das Bernburger Stadtzentrum aufwerten, den Bernburgern und seinen Gästen ein weiteres Highlight bieten und insbesondere eine Schutzfunktion ausüben. Derzeit haben wir die Situation, dass bei Hochwasser die Boote und Steganlagen den unberechenbaren Wetterbedingungen ausgeliefert sein können. Wie schnell sich eine solche Situation entwickeln kann, hat das Hochwasser 2013 gezeigt.

 

Um diesem Szenario entgegen zu wirken, ist es empfehlenswert, die Hafenanlage als Schutzhafen zu konzipieren. Ein Sperrwerk und eine, rundum in die baulichen Anlagen integrierte, Schutzeinrichtung gewährleisten einen sicheren Hochwasserschutz. Das Fahrgastschiff „Saalefee“, die Personenfähre und viele private Boote (z.B. der Vereine MBSV Wasser-wandern Bernburg e.V. und Wassersportverein Empor Bernburg e.V.) können in dieser Hafenanlage gegebenenfalls Schutz finden.

 

Ob der „Saalefee“ in dieser Anlage ein neuer Heimathafen zugewiesen werden kann, hängt davon ab, ob die notwendige Bewegungsfreiheit des Schiffes nicht mit der täglichen Nutzung des Hafens kollidiert. Der Schwerpunkt der Hafenanlage sollte die Nutzung als Gast- und Charterdestination für Gäste und Einheimische sein. Die Einbeziehung des Ausflugsschiffes zu besonderen Anlässen (wie Hafenfesten, der Nutzung für Hotelgastronomie etc.) bliebe davon natürlich ausgenommen.

Entlang der Brunnenstraße wird die Hafenanlage als Uferpromenade gestaltet. Im Bereich der Sporthalle wird die Errichtung eines Spielplatzes mit Wasserspielen vorgeschlagen. Die Form des Segels ist ein Gestaltungs-vorschlag zum Unterstreichen des maritimen Charakters der Anlage.

 

Neben dem Spielplatz ist in diesem Entwurf eine Beachbar mit Pool und Strandcharakter vorgesehen und dürfte bei den Bernburgern und ihren Gästen, sowie den Besuchern des Hafens großen Anklang finden. Das Anlegen mit kleinen und mittleren Booten sollte auch hier unbedingt möglich sein, da es den Charme der gesamten Anlage befördert.

 

Die Uferpromenade sollte entlang der Brunnenstraße durchgängig frei gestaltet werden und den Nutzern des Saaleradweges alternativ ein Angebot darstellen. Ein Spaziergang um den Hafen wird den Besuchern und den Bernburgern ein bleibendes Erlebnis sein. Des Weiteren befinden sich an der Stirnseite (Richtung Sporthalle) einige Gastliegeplätze im Hafenbecken für Schiffe mit einer Maximallänge von 15 Metern. Hier sind natürlich eine Strom- und Wasserversorgung vorzusehen die, genau wie die Liegeplätze, kostenpflichtig genutzt werden können.

 

Der mittlere Bereich der Uferpromenade ist treppen- bzw. terassenförmig angelegt. Hier können sich kleinere Anbieter im Outdoor-, Textil-, Souvenir- und/oder Versorgungsbereich ansiedeln. Wichtig ist ein Informationsstand oder Hot-Spot. Berücksichtigung sollten bei der Umgestaltung/ Einbeziehung der Brunnenstraße unbedingt das Errichten von Parkplätzen finden. Zwischen dem vorhandenem und erhaltens-wertem Baumbestand wäre dies beispielsweise problemlos möglich.

 

Natürlich ist der gesamte Uferbereich der Promenade gleichfalls als Anleger vom Wasser aus erreichbar. Eine gut verteilte Anzahl an Pollern ist völlig ausreichend. Die Versorgung mit Strom, Wasser oder Ähnlichem ist nicht notwendig, da dieser kostenfreie Anleger nur kurzzeitig und nicht für Übernachtungen angeboten wird.

 

An die Uferterrasse könnte sich eine mediterrane Gastronomie anschlie-ßen. Ein Fischrestaurant o.ä. würde gut ins Hafenbild passen und der Stadt ein weiteres interessantes Angebot bescheren.





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