Bislang 120 Millionen Euro Hochwasserhilfe für die Wirtschaft bewilligt

„Vor genau zwei Jahren ist Sachsen-Anhalt vom verheerenden Hochwasser heimgesucht worden. Die Flut hat 2013 vielerorts tiefe Narben hinterlassen, auch in unserer Wirtschaft. Mittlerweile wurden die allermeisten Schäden in den Unternehmen behoben. Aus der Soforthilfe und aus dem Aufbauhilfefonds des Landes sind dafür bis jetzt rund 120 Millionen Euro bewilligt worden. Ohne die große Unterstützung von Bund und EU wäre das nicht möglich gewesen. Zudem haben Wirtschaft, Land, Kammern und Investitionsbank Hand in Hand gearbeitet. Auch deshalb können wir heute festhalten: Die Fluthilfe für Unternehmen ist erfolgreich.“ Das sagte Wirtschaftsminister Hartmut Möllring heute in Halle, wo er gemeinsam mit dem Chef der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Manfred Maas, das Erlebnishaus der Bau- und Wohnungsgenossenschaft Halle-Merseburg (BWG) besuchte.

Das BWG-Erlebnishaus mit Indoor-Spielplatz am Gimritzer Damm war vom Hochwasser 2013 stark betroffen. Spielgeräte, Kletterturm und Hüpfburgen wurden fast vollständig zerstört, die Fußböden und Wände waren stark angegriffen. Wegen der Gefahr einer erneuten Überflutung wurde der Standort in hochwassersicheres Gebiet verlegt. Im ehemaligen Karstadt-Technikzentrum am Holzplatz entstand kurze Zeit später das neue Erlebnishaus. Aus dem Aufbauhilfefonds des Landes flossen dafür rund 301.000 Euro an die BWG. „Die Fluthilfe hat entscheidend dazu beigetragen, dass das Erlebnishaus wiedereröffnet werden konnte. Die Beantragung der Fluthilfemittel war anfangs eine qualitative und quantitative Herausforderung. Dank der konstruktiven Zusammenarbeit und inhaltlichen Hilfestellung der Investitionsbank und Ministerien gelang es in kürzester Zeit, das Erlebnishaus als Freizeitmagnet in der Stadt Halle neu aufzubauen“, resümierte Lutz Haake, Vorstand der Genossenschaft und Geschäftsführer der BWG Service GmbH.

 

„Bis zu 80 Prozent der Wiederherstellungskosten werden über den Aufbauhilfefonds abgedeckt. Nur noch wenige Tage bleiben Zeit für einen Antrag. Betroffene können auch bei Spätfolgen einen zweiten oder dritten Antrag stellen. Ende Juni läuft die Frist dann aber endgültig ab“, unterstrich IB-Chef Maas. „Auch für den Nachweis zur Verwendung der Mittel stehen wir den Unternehmen für jegliche Fragen zur Seite. Gemeinsam mit den Kammern haben wir hierfür auch Beratungstermine in den Schadensregionen initiiert. Wer diese verpasst hat, kann sich mit seinen Fragen direkt an uns wenden. Wir helfen gern weiter“, betonte Maas.

 

Seit mehr als 60 Jahren setzt sich die BWG für attraktives Wohnen und Leben in Halle und Merseburg ein. Neben Mietwohnungen und Gewerberäumen betreibt die BWG auch das Erlebnishaus. Der gut 1.800 m² große Indoor-Spielplatz verfügt u.a. über einen Kletterparcours, mehrere Rutschen, ein Bällebad, einen Verkehrsgarten und ein Fußballfeld.

 

Hintergrund: Insgesamt sind bei der Investitionsbank bislang mehr als 7.000 Hochwasser-Anträge eingereicht worden (davon gut 1.500 von Unternehmen). Mehr als 5.200 Bewilligungen über insgesamt 239 Millionen Euro wurden für die Schadensbeseitigung an Wohneigentümer, Vermieter und Mieter, an Unternehmen sowie für die wirtschaftsnahe Infrastruktur und Sportstätten erteilt. Anträge können noch bis 30. Juni gestellt werden. Antragsunterlagen und weiterführende Informationen stehen auf den Internetseiten der Investitionsbank unter www.ib-sachsen-anhalt.de bereit.

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