Mehr als 26 Mio. Euro für Hochwasserschutz in Bernburg

Erst kürzlich hatte der Aktionskreis „Lebendige Talstadt“ e.V. zum Unternehmer-Gespräch ins Askania Hotel geladen. Bau- und Wirtschaftsdezernent der Stadt Bernburg Holger Dittrich erklärte anhand einer Hochwasserüberschwemmungskarte der Talstadt Bernburg die geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen, in welche in den kommenden Jahren 26 Mio. Euro investiert werden sollen. Nach Kostenschätzung für ein Flutgrabensystem könnten weitere 12 - 15 Mio. Euro Fördermittelanträge gestellt werden, hierfür sind aber zunächst hydraulische Berechnungen notwendig, mit dem Ziel, einen möglichst schnellen Abfluss zu gewährleisten.


Mittels hydraulische Modellszenarien ausgeführt durch den Landesbetriebs für Hochwasserschutz wurde nicht nur das Hochwasserereignis 2013 ausgewertet, sondern entstanden auch Konzept mit Schwerpunktmaßnahmen der Hochwasserschadensbeseitigung. Bereits nach dem nach dem Winterhochwasser 2003 sollte eine ingenieurtechnische Untersuchung für Grabensysteme in Bernburg erfolgen, doch ausbleibende Förderung des Landes hatten die Einstellungen der Überlegungen für Hochwasserschutz zerschlagen. 

Damals musste in einer nüchternen Bilanz des Landes festgestellt werden, dass nur 5 % der Hochwasserschutzanlagen des Landes Sachsen-Anhalt den erforderlichen technischen Standards entsprachen.


 

Mit Umsetzung der Hochwasserschutzkonzeption in Bernburg soll die Stadtmauer und verschiedene Hochwasserschutzanlagen die Altstadt künftig vor Hochwasser schützen und einen verbesserten Abfluss des Hochwassers gewährleisten. Alle Maßnahmen werden zusammen ein Hochwasserschutzsystem rund um die Talstadt bilden. Mobile Systeme sollen die Schutzmaßnahmen aus Mauern, Erd-Wällen, Gräben und Rinnen ergänzen.



Die Hochwasserbeseitigungsmaßnahmen 2016 / 2017 beinhalten vor allem die Sanierung der alten Stadtmauer sowie ein Grabensystem und mobile Hochwasserschutzanlagen. Der Ring (siehe Karte) wird sich vom Werder entlang der Eisenbahnbrücke, der Kleingartenanlage am Werder über Autohaus Eifler, Gutenbergstraße, Ziegelkolk bis hin zur Stadtmauer, Röße in Richtung Saale ziehen. Außerdem wurden bereits Garagen am Felsenkeller oder Gartensparten abgerissen. Auch die Umsetzung von Stromkästen, die Tieferlegung der Fahrbahn Am Ziegelkolk in Richtung Altenburger Chaussee oder die Erhöhung der Ufermauern gehören zur Hochwasserschutzkonzeption.

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