Veronika, der Lenz ist da, Willkommen Frühling

Morgen ist Frühlingsanfang, auch Lenz genannt, die Zeit des Erwachens der Natur beginnt. Endlich wieder Frühling – so denken die meisten, sobald es ringsum zu grünen und blühen beginnt.


Morgen ist Frühlingsanfang, auch Lenz genannt, die Zeit des Erwachens der Natur beginnt. Endlich wieder Frühling – so denken die meisten, sobald es ringsum zu grünen und blühen beginnt. Die Natur erwacht zu neuem Leben, bei vielen Tieren beginnt die Paarungszeit. Auch wir Menschen lassen uns von den ersten warmen Sonnenstrahlen verführen. Der Frühling ist eben eine ganz besondere Jahreszeit. Sein Beginn wurde vor allem im ländlichen Raum lange Zeit mit besonderen Festen und Bräuchen gefeiert. Was ist es, das bei uns während der Frühlingsmonate einen Rausch der Gefühle auslöst? Wenn die Tage länger werden, nimmt die Melatonin-Konzentration im Blut ab. Mehr Licht erhöht unsere Aktivität und steigert die Liebeslust. Wir sind empfänglich für sexuelle Reize.

Die Zirbeldrüse zeigt uns als eine Art biologische Uhr an, dass es Frühling geworden ist. Da in unserer Lebenswirklichkeit Dunkelheit und Kälte verdrängt würden, zeigten auch die Hormone keine entsprechende Wirkung mehr. Der Frühling beeinflusse das Geschlechtsleben der Menschen nicht. Oder anders gesagt: „Für unsere Hormone ist immer Frühling", sagt Reincke. Dies mache dann auch den großen Unterschied zur Tierwelt aus. Aber auch, wenn die reine Hormontheorie von den Frühlingsgefühlen nicht mehr so auf moderne, zivilisierte Menschen zutreffen mag, ein schöner Frühlingstag bessert doch auf jeden Fall die Laune. Und gut gelaunte Menschen sind sicherlich empfänglicher für einen kleinen Frühlingsflirt!

 

Die Tierwelt scheint jedes Jahr im Frühling in einen Ausnahmezustand der Gefühle zu geraten. Imponiergehabe, Balzrituale, Tänze: Nichts lassen die Männchen aus, um eine Partnerin zu finden und zum Liebesakt zu kommen. Die Tiere setzen die Signale ein, um sich bei der Fortpflanzung gegen die Konkurrenz von Rivalen behaupten zu können. Die Männchen stellen ihre Prachtgewänder zur Schau, um die Aufmerksamkeit der Weibchen auf sich zu ziehen. Bestes Beispiel dafür der Pfau, der in seinem Liebeswerben mit seinen Schwanzfedern ein beeindruckendes Rad schlägt. Kröten verlassen bei steigenden Temperaturen ihre Winterquartiere, nehmen meist ihre Männchen Huckepack und machen sich auf den Weg zu ihren Laichplätzen im Teich. Vögel bauen Nester und Füchse lassen sich bis zur Paarung nicht mehr aus den Augen. Frühlingsgefühle und Paarungsverhalten in der Tierwelt sind so vielfältig wie die Arten selber!

 

Die ersten Frühlingsboten draußen in der Natur sind die sogenannte Geophyten, die ihre Blätter meist in Gärten oder Laubwäldern frühzeitig im Jahr durch die Erde schieben und blühen. Bereits im Februar oder März nutzen das Buschwindröschen oder das Leberblümchen die direkte Lichteinstrahlung und Wärme über dem Boden. Mit dem Austrieb der Bäume endet ihre Blütezeit. Die Frühblüher wie unter anderem das Veilchen, das Scharbockskraut oder die Schlüsselblume können sich gut gegen niedrige Temperaturen oder sogar Fröste schützen. Auf die Zeit des Vorfrühlings folgt der sogenannte Vollfrühling, der mit dem Austrieb der Apfelblüte beginnt. Die Blütenknospen öffnen sich zuerst im Südwesten und ca. 16 Tage später im Nordosten. Entsprechend der allgemeinen Witterung variiert der Beginn der Apfelblüte von Jahr zu Jahr. April ist aber auch die Hauptblütezeit von Tulpen und Narzissen. Kaiserkrone, Schachbrettblume und Hyazinthen blühen bis in den Mai. Durch die Kultivierung in leicht geheizten Gewächshäusern wird das Frühjahr geradezu überlistet. So werden viele Frühjahrspflanzen von den Gärtnern verfrüht, das heißt, sie blühen alle schon sehr viel früher als draußen in der freien Natur, z.B. Tulpen im Januar oder Kaiserkronen im März.





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