Bürgerinitiative kämpft um schnelles Internet in Gerbitz

Bürgerinitiative "Internet" Der Kampf um schnelles Internet in den Gemeinden: Gerbitz, Wedlitz, Wispitz, Pobzig, Gramsdorf, Borgesdorf und Grimschleben hat begonnen.

Christian Bidmon, Enrico Helbig, Sabrina Beutler, Stefan Maibaum (Ortsbürgermeister), Detlef Kaufmann (von links nach rechts)


Mit den Einnahmen aus der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen (700 MHz und 1,4 GHz) wurde für den Bund und Länder die Möglichkeit geschaffen, ein gezieltes Förderprogramm für den Breitbandausbau aufzulegen. Das Förderprogramm wird auf solche Gebiete fokussiert, in denen bislang noch keine Versorgung mit mindestens 50 Mbit/s besteht. Staatssekretär Rainer Bomba: "Das Internet hat Einzug in nahezu alle Lebensbereiche gefunden. Egal ob im Haushalt, am Arbeitsplatz oder unterwegs. Die Menschen kaufen online ein, erledigen Bankgeschäfte und halten Videokonferenzen mit Geschäftspartnern ab.

 

Damit jeder in unserem Land die Vorteile des schnellen Internets nutzen kann, will die Bundesregierung bis 2018 eine flächendeckende Breitbandversorgung mit mindestens 50 Mbit/s erreichen. Wir sind hier, um uns den beispielhaften Breitbandausbau in Sachsen-Anhalt anhand der Vorhaben des Altmarkkreises Salzwedel, des Burgenlandkreises und der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau anzuschauen und daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen und bei der Ausgestaltung von Maßnahmen für den Breitbandausbau einzubeziehen.“ 

  

Doch im ländlichen Raum hat sich bisher noch nicht viel getan. Im Kampf um schnelles Internet hat sich daher für die Gemeinden: Gerbitz, Wedlitz, Wispitz, Pobzig, Gramsdorf, Borgesdorf und Grimschleben am 01.03.16 eine Bürgerinitiative "Internet" gegründet. Sabrina Beutler, Christian Bidmon, Enrico Helbig, Sabrina Beutler, Stefan Maibaum (Ortsbürgermeister) und Detlef Kaufmann kämpfen um eine gute Internetversorgung bis 2017. Das Internet darf an der Stadtgrenze nicht aufhören. Unternehmer in den Gemeinden sind verärgert, das online Geschäfte nicht ausreichend bzw. gar nicht getätigt werden können.

 

Ohne Internet geht nichts mehr, Schüler benötigen Internet, junge Familien kommen aufs Land, telefonieren und gleichzeitig das Internet nutzen ist nicht möglich, ohne Internet wird es immer unattraktiver, auf dem Land zu wohnen. Die Bürger der Gemeinde Gerbitz haben bereits Unterschriften gesammelt und Gespräche mit der Verwaltungsgemeinschaft Nienburg (Frau Falke) wurden geführt. Doch bisher kann kein zufriedenstellender zeitlicher Ablauf gewährleistet werden. Die Mitglieder der Initiative treffen sich mindestens einmal in der Woche, um die weitere Vorgehensweise im Kampf um das Internet voran zu bringen. Auch Gespräche mit der Stadt Bernburg und eine Veranstaltung mit den Unternehmen die in den Gemeinden ansässig sind, werden in Kürze statt finden.

Haseloff und Bomba betonten die wichtige Rolle der Kommunen beim Aufbau schneller Netze. Künftig sollen die Landkreise eine stärkere Rolle übernehmen. Trotz großer Fortschritte in den letzten Jahren besteht in Sachsen-Anhalt im Vergleich zu den Stadtstaaten und den Westländern noch ein deutlicher Rückstand. Ministerpräsident Haseloff: "Ich bin optimistisch, dass wir bis zum Ende dieses Jahrzehnts die 50 Mbit/s flächendeckend erreichen; mit dem Einsatz zusätzlicher Bundesmittel könnten wir dieses Ziel möglicherweise früher realisieren."

 

In der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 sollen für den NGA-Breitbandausbau aus dem ELER 70 Mio. Euro für den ländlichen Raum und aus dem EFRE 40 Mio. Euro für Gewerbe- und Kumulationsgebiete vor allem in städtischen Gebieten aufgewendet werden. Dazu kommen Bundesmittel und der kommunale Eigenanteil, so dass insgesamt mehr als 150 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung stehen werden.





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