Wahlauswertung und Vorstandswahl bei der LINKEN

Menschlichkeit hat für uns keine Alternative. Soziale Gerechtigkeit heißt für uns: Soziale Gerechtigkeit für alle.


Am 25. April kamen 30 Mitglieder der Bernburger LINKEN zusammen, um turnusgemäß einen neuen Ortsvorstand zu Wählen. Jörg Lemmert, vor zwei Jahren zum ersten Mal zum Vorsitzenden gewählt, begann die Veranstaltung mit einem umfangreichen Rückblick auf die Arbeit des Vorstandes. Gleich vier Wahlen galt es in dieser Zeit zu bewältigen: Von Wahlen auf kommunaler Ebene bis hin zur Europawahl gab es viel zu tun für die Genossinnen und Genossen vor Ort.

 

Auch jenseits dieser Wahlkämpfe zeigte der Ortsverband regelmäßig Präsenz bei Infoständen und Aktionen auf dem Karlsplatz. Darüber hinaus gab es viele erfolgreiche öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen, wie z.B. die gemeinsamen Frauentagsfeiern mit der SPD und dem DGB und die Teilnahme an sportlichen Wettkämpfen, wie dem Kutterrudern und dem Kick gegen Rechts. Als großer Erfolg wurde die Unterstützung der Bürgerinitiative gegen den geplanten Schlachthof gewertet, der letztendlich verhindert werden konnte. Auch der Neueintritt von sieben neuen Mitgliedern fand bei der Rechenschaft des Vorstandes Erwähnung. Der Ortsverband setzt sich jetzt aus gut 80 Mitgliedern zusammen.

 

Der 35jährige Ortsvorsitzende kandidierte bei der anschließenden Wahl erneut und wurde ohne Gegenkandidaten mit einer großen Mehrheit wiedergewählt. Auch seine beiden Stellvertreter, Elke Rehmann und Maik Mingo, wurden erneut gewählt. Zu den weiteren Vorstandsmitgliedern zählen nach der Neuwahl außerdem Christine Bittner, Jana Lankau, Eberhard Balzer, Rainer Grey, Karsten Noack und Ralf Prozell. Mit Jens Drechsel, Oleksandr Svitlytskyy wurden darüber hinaus zwei junge Mitglieder neu in den Vorstand gewählt.

 

Außerdem wurde bei der Ortsversammlung, gemeinsam mit Gästen aus den Ortsverbänden Nienburg und Saale-Wipper, ein Blick zurück auf die Landtagswahl im März geworfen. Zusammen mit der Direktkandidatin im Wahlkreis und Landesvorsitzenden MdL Birke Bull gab es eine umfangreiche Auswertung des enttäuschenden Ergebnisses und des Wahlkampfes. Gemeinsam wurde nach Ursachen für die deutlichen Verluste und das verpasste Wahlziel einer Rot-Rot-Grünen Regierungsmehrheit gesucht. Einigkeit herrschte darüber, dass vieles überdacht werden muss. „Um wen kämpfen wir und wie sprechen wir ihn besser an“, war eine Frage die die Landesvorsitzende formulierte.

 

Mit Blick auf den Einfluss der sogenannten Flüchtlingskrise auf die Wahlergebnisse mahnte sie aber zur Standhaftigkeit: „Solidarität und Gerechtigkeit für alle. So und nur so schaffen wir das. Das ist unser strategischer Pfad! Und das muss unser Profil bleiben. Und nicht etwa das Fischen in trüben, rechtspopulistischen Gewässern. Und nicht etwa durch Debatten über Obergrenzen. Hier muss es Klarheit geben. Hier müssen wir verlässlich bleiben. Menschlichkeit hat für uns keine Alternative. Soziale Gerechtigkeit heißt für uns: Soziale Gerechtigkeit für alle.“





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