Schulabschlüsse für Gefangene

Sachsen-Anhalts Justizvollzug bereitet auf das Leben draußen vor - 54 Schulabschlüsse für Gefangene


Auch in Sachsen-Anhalts Justizvollzugsanstalten werden Schulbänke gedrückt. Im Schuljahr 2015/2016 machten 32 Gefangene einen Hauptschulabschluss, davon 16 im Rahmen des Berufsvorbereitungsjahres. Es konnten 22 Realschulabschlüsse vergeben werden, davon waren 15 erweiterte Realschulabschlüsse. 44 Gefangene besuchten Alphabetisierungskurse und 119 Gefangene bereiteten sich in Elementarbildungsgängen auf eine mögliche weitergehende Teilnahme an abschlussorientierten Bildungsgängen im neuen Schuljahr vor. Neun Strafgefangene erwarben ein Sprachzertifikat „Englisch“ über das Sprachlevel A2 bzw. B1.

 

Anne-Marie Keding, Ministerin für Justiz und Gleichstellung, betonte am Mittwoch in Magdeburg, schulische Bildung und Ausbildung sei ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Wiedereingliederung in die Gesellschaft: „Ein Einkommen und geregelte Arbeitsabläufe bringen Halt und Sicherheit in das Leben nach der Haft und sind damit Grundlage der Resozialisierung. Unsere Justizvollzugsanstalten müssen auch Bildungsorte sein, um Perspektiven für ein Leben nach der Haft zu schaffen.“

 

Im vergangenen Schuljahr absolvierten an den Standorten Burg, Raßnitz, Halle und Volkstedt 363 Gefangene Maßnahmen zur Berufsorientierung in den Industrie- bzw. Handwerkszweigen Bau- und Farbtechnik, Holz, Metall sowie Garten und Landschaftsbau. Es stehen Ausbildungs- und Umschulungsplätze in den Gewerken „Tischler“ bzw. „Holzmechaniker“, „Bauten- und Objektbeschichter“, „Fachlagerist“ bzw. „Fachkraft für Lagerlogistik“ sowie „Garten- und Landschaftsbau“ zur Verfügung.



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