Symposium zur Diagnostik und Therapie der Essstörungen

Am 12. Mai 2017 im Salus-Fachklinikum Bernburg: Symposium zur Diagnostik und Therapie der Essstörungen


Um die Diagnostik und Behandlung von Essstörungen geht es am Freitag, den 12. Mai 2017, ab 13 Uhr auf einem Symposium im Salus-Fachklinikum Bernburg. Mit Prof. Dr. Stephan Herpertz aus Bochum konnte ein renommierter Gastreferent gewonnen werden. Des Weiteren bringt sich die gastgebende Ärztliche Direktorin Dr. Antje Möhlig mit Fallvorstellungen in das Programm ein. Den Vorträgen schließen sich drei Workshops an, in denen die Behandlung von Körperschemastörungen, die Körperbildtherapie im Kindes- und Jugendalter sowie die gewichtsbegleitende Ernährungsberatung bei essgestören Patienten thematisiert werden. Zur Teilnahme am Symposium sind u.a. medizinisch-therapeutisch und psychosozial tätige Berufsgruppen eingeladen, die betroffene Menschen behandeln, helfend begleiten und bestärken. Interessenten können sich bis zum 30. April 2017 anmelden. Information & Kontakt unter www.salus-lsa.de und Cornelia Barnebeck (Telefon 03471 34-4364; E-Mail: c.barnebeck@salus-lsa.de).

 

Wie Dr. Antje Möhlig, Chefärztin der Bernburger Klinik für Allgemeine Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik erklärt, werden Essstörungen oft erst in fortgeschrittenen Stadien als Erkrankung erkannt, Frühwarnsignale leider selten ernst genommen. Sie zeigt dies am Beispiel der Anorexie – der Magersucht – auf: „Am Anfang steht die ständige Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, die zu Diätversuchen und eingeschränkter Nahrungsaufnahme führt. Häufig begegnen uns intelligente junge Frauen, deren Denken immer stärker und zunehmend zwanghaft auf die Kontrolle ihres Körpergewichts fixiert ist. Alles andere wird unwichtig.“ Häufig seien im weiteren Verlauf auch bulimische Symptome wie Essanfälle, selbst herbei geführtes Erbrechen und Missbrauch von Abführmitteln zu beobachten. „Wenn sich diese Muster verfestigen, kann Unterernährung den gesamten Körper angreifen und schwere gesundheitliche Schäden verursachen“, so die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.

 

Auf die Ursachen eingehend, sagt Frau Dr. Möhlig: „Anorexien, Bulimien und Binge-Eating-Störungen gehören zu den psychosomatischen Erkrankungen, deren Kern fast immer ein vermindertes Selbstwertgefühl ist. Sie signalisieren einen tiefen Hunger der Seele nach Anerkennung und Liebe.“ Wenn sich eine solche Störung erst manifestiert habe, seien schnelle therapeutische Erfolge selten. Andererseits gelte: „Je früher die Behandlung einsetzt, umso besser sind die Chancen auf einen weniger bedrohlichen Verlauf. In diesem Sinne soll unser Symposium sowohl Wissen und Erfahrung vermitteln als auch für die emotionale Situation der Betroffenen sensibilisieren. Es gilt, sie rechtzeitig zu erreichen und zu bestärken, sich der Problembewältigung zu stellen. Eine Therapie kann dazu beitragen, Fähigkeiten für einen gesundheitsbewussten, achtsamen und selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper und der eigenen Psyche zu entwickeln,“ so Frau Dr. Möhlig.

 

Im Salus-Fachklinikum Bernburg können Essstörungen sowohl stationär als auch tagesklinisch diagnostiziert und behandelt werden. Unter anderem gibt es in der Tagesklinik „Angst plus“ (Friedensallee) seit sieben Jahren ein hoch spezialisiertes Angebot.



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