Salus gGmbH feiert 20jähriges Jubiläum in Bernburg

20jähriges Bestehen der Salus gGmbH: Geschäftsführer bilanziert erfolgreiche Entwicklung I Salus - ein gutes Stück Bernburg


Die Salus gGmbH - Betreibergesellschaft für sozial orientierte Einrichtungen des Landes Sachsen-Anhalt – hat sich nach Einschätzung ihres Geschäftsführers Hans-Joachim Fietz-Mahlow in den zurückliegenden 20 Jahren erfolgreich und dynamisch entwickelt. „Unsere fachliche Expertise und unsere Wirkungsfelder sind gewachsen. Wir sind wirtschaftlich solide aufgestellt und investieren in zukunftsfähige Arbeitsplätze, die dem Wohl hilfebedürftiger Menschen dienen. Das lässt uns stolz zurück- und zuversichtlich vorausblicken“, sagte Hans-Joachim Fietz-Mahlow im Vorfeld eines Mitarbeiterfestes.

 

Unter dem Dach der Salus arbeiteten im Gründungsjahr 1997 rund 930 Menschen, heute sind es insgesamt 2.350, davon etwa 700 in Bernburg. Die Kapazität der Behandlungs- und Betreuungsplätze für kranke, behinderte, pflegebedürftige und sozial benachteiligte Menschen stieg in dieser Zeit von 880 auf 1.600, parallel dazu wurden die Leistungen im ambulanten Sektor ausgebaut. In die infrastrukturelle Modernisierung und den Ausbau der Salus-Standorte sind allein in den letzten 15 Jahren über 157,7 Millionen Euro geflossen, davon rund 48 Millionen Euro in Bernburg. Finanziert wurden die Investitionen u.a. durch Zuwendungen aus dem Krankenhausinvestitionsprogramm Sachsen-Anhalt, aus Benutzerentgelten der Krankenhäuser sowie aus Eigen- und Drittmitteln.

Das Wirken der Salus gGmbH ist mit beachtlichen regionalwirtschaftlichen Effekten verbunden. So hat eine aktuelle Studie des isw-Instituts Halle u.a. zutage gefördert, dass mit der Wertschöpfung der Salus gGmbH fast 400 Arbeitsplätze in zwölf verschiedenen Branchen verbunden sind. Sie entstehen bzw. werden gesichert durch den Bedarf der verschiedenen Salus-Einrichtungen an Gütern und Dienstleistungen. Die Salus gGmbH erarbeitet im Verbund mit ihren Tochtergesellschaften heute ein Umsatzvolumen von rund 137,6 Millionen Euro im Jahr (2016), rund die Hälfte davon im Rahmen der psychiatrisch-psychotherapeutischen Krankenversorgung. Die Zahl der stationären und tagesklinischen Behandlungsfälle in den Salus-Fachklinika Bernburg und Uchtspringe belief sich im Jahr 2016 auf 8.419. Hinzu kamen über 43.000 ambulante Behandlungen, die in den Institutsambulanzen sowie in den Medizinischen Versorgungszentren der Salus-Praxis erbracht wurden.

 

Hans-Joachim Fietz Mahlow, der seit fünf Jahren die Salus-Geschäftsführung inne hat, führt die erfolgreiche Entwicklung auf strategisch richtige Weichenstellungen sowie die hervorragenden Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück: „Ihr Wissen und Können, ihre Erfahrung und Motivation haben Salus zu dem gemacht, was es heute ist: Ein modernes Unternehmen des Gesundheits- und Sozialwesens, das sich dem Wohlergehen jener Menschen verpflichtet fühlt, deren Lebensqualität durch Krankheit, Behinderung, Pflegebedürftigkeit oder andere Bürden beeinträchtigt ist“, so der Geschäftsführer: „Salus ist ein gutes Stück Bernburg und fest hier verwurzelt. Wir werden weiter investieren, eine moderne Personalentwicklung betreiben und die klinischen Konzepte bedarfsgerecht profilieren, um den Standort auch im Hinblick auf wachsende Herausforderungen zukunftssicher aufzustellen.“

 

Kurz informiert

 

Die Salus gGmbH wurde 1997 als Betreibergesellschaft für sozial orientierte Einrichtungen des Landes Sachsen-Anhalt gründet. Damit wurden zunächst die ehemaligen psychiatrischen Landeskrankenhäuser Bernburg und Uchtspringe sowie der Heimbereich Uchtspringe aus den Verwaltungsstrukturen des Landes herausgelöst, um den Weg für ein effektiveres Management und Investitionen frei zu machen. Von Anbeginn förderte dieser Prozess solide Ergebnisse zutage, brachte Investitionen, das systematische Qualitätsmanagement sowie die wirtschaftliche Konsolidierung voran. Das ließ den Entschluss reifen, ab Januar 2000 auch den Maßregelvollzug unter dem Dach der Salus gGmbH zu führen. Neben den forensischen Kliniken kamen das Kinder- und Jugendheim Pretzsch sowie die Magdeburger St.-Georgii-Einrichtungen zur Salus, die im Verbund mit ihren Tochtergesellschaften heute 14 Krankenhaus- und Heimeinrichtungen mit rund 2.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat. Dazu gehören die psychiatrischen Fachklinika und Maßregelvollzugseinrichtungen in Uchtspringe und Bernburg sowie das Kinder- und Jugendheim „Schloss Pretzsch“. In Gardelegen, Uchtspringe und Magdeburg führt Salus spezialisierte Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Altenpflege. Zum Verbund gehören des Weiteren drei Tochtergesellschaften: die Salus-Service (Cateringleistungen), die Salus-Integra (berufliche Integration von Menschen mit Handikap) sowie die Salus-Praxis (ambulante fachärztliche Angebot innerhalb von Medizinischen Versorgungszentren).

 

Krankenhauseinrichtungen der Salus gGmbH in Bernburg

 

Das Salus-Fachklinikum Bernburg hat 484 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie versorgen die Bevölkerung in den medizinischen Fachgebieten für Allgemeine Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Gerontopsychiatrie, Suchtmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie/-psychosomatik. Die Einrichtung verfügt am Standort Bernburg über 225 vollstationäre Betten, davon 165 im Erwachsenen- sowie 60 im Kinder- und Jugendbereich. Außerdem werden 82 tagesklinische Plätze vorgehalten, davon 40 für Erwachsene am Klinikstandort und in der Friedensallee Bernburg sowie 42 Plätze für Kinder und Jugendliche, die in Dessau, in der Lutherstadt Wittenberg und Bernburg betrieben werden. Mit über 3.000 Behandlungsfällen im Jahr sind die klinischen Kapazitäten fast immer vollständig ausgelastet. Diese Entwicklung steht u.a. im Kontext mit dem allgemein beobachteten Anstieg psychischer Erkrankungen, der demografischen Entwicklung sowie einer gewachsenen Sensibilität für seelische Beschwerden: Immer mehr Menschen vertrauen diese Leiden einem Arzt an. Beispielsweise führen Experten den deutlichen Rückgang der Suizide in Deutschland auch auf die bessere Diagnostik und Behandlung von Depressionen zurück.

 

Dem Fachklinikum Bernburg angegliedert sind psychiatrische Institutsambulanzen für Erwachsene und Kinder, die die ambulante Behandlung psychisch kranker Menschen mit Mitteln des Krankenhauses wahrnehmen. Ergänzt wird das ambulante Spektrum durch fachärztliche Sprechstunden in den Medizinischen Versorgungszentren der Salus-Praxis sowie durch die Ambulante Psychiatrische Pflege.

 

Im Landeskrankenhaus für Forensische Psychiatrie Bernburg sind 218 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Es handelt sich um eine Einrichtung des Landes Sachsen-Anhalt zur Besserung und Sicherung von suchtkranken Straftätern nach § 64 StGB. Hier werden Menschen untergebracht und therapiert, die von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln abhängig sind und deshalb straffällig wurden. Zwischen Sucht und Tat muss ein ursächlicher Zusammenhang festgestellt worden sein. Eine gerichtliche Einweisung in den Maßregelvollzug ergeht aber nur, wenn auch eine hinreichend konkrete Aussicht auf Therapieerfolg besteht und davon auszugehen ist, dass die Behandlung zur Vermeidung erneuter Straftaten beiträgt. Der in drei Abschnitten errichtete Komplex der Forensischen Klinik Bernburg verfügt über 179 Plätze. Die Einrichtung ist durch hohe Sicherheitsstandards geprägt, die äußerlich zum Beispiel an Fenstergittern und Überwachungskameras wahrnehmbar sind. Sicherheit im umfassenden Sinne wird jedoch durch die multiprofessionelle therapeutische Arbeit mit den Patienten gewährleistet.



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