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Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH konnte die Planung übertreffen

Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 735,4 T€ (Vorjahr: 158,2 T€) abgeschlossen. Eine wesentliche Herausforderung für die Zukunft wird die Anpassung der Bestände an eine alternde Gesellschaft.


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Die Gesellschaft verfügt am 31.12.2016 über 3613 eigene Wohnungen, 52 Gewerbeeinheiten, darunter 3 Antennenanlagen, 640 Stellplätze, 165 Mietgaragen, 658 Pachtverträge und 6 Flächennutzungsverträge. Zusätzlich werden zum Stichtag weitere 3552 Wohnungen, 339 Stellplätze und Garagen sowie 33 Gewerbeeinheiten im Bernburger Stadtgebiet und im näheren Umland verwaltet. Die Nachfrage nach preiswerten und gut ausgestatteten Wohnungen in angenehmer Wohnlage ist trotz sinkender Bevölkerungszahlen weiterhin stabil. Eine Zunahme ist bei der Nachfrage nach hoch - wertigem Wohnraum in Innenstadtnähe sowie barrierereduziertem Wohnraum zu verzeichnen. Die Nachfrage nach sozialadäquatem Wohnraum in den peripher gelegenen Siedlungsgebieten sinkt und bestätigt den seit Jahren andauernden Trend.

 

Durch die im Jahr 2015 entsprechend der Marktbedingungen begonnene strukturierte Anhebung der Grundmieten und deren Durchführung in 2016 konnte die Sollmiete im Jahresdurchschnitt gesteigert werden. Im Kerngeschäft, der Vermietung und Verpachtung von eigenem Wohnraum bzw. Gewerbe, konnte die Planung im Geschäftsjahr mit 48,4 T€ leicht übertroffen werden.

 

Die Instandhaltungsaufwendungen betrugen durchschnittlich rd. 17,77 €/m2 und für Modernisierungen wurden 1.011,5 T€ aufgewendet. Der Jahresüberschuss beläuft sich im Geschäftsjahr auf 735,4 T€.

 

Das Bilanzvolumen beträgt zum Stichtag 89.053,7 T€ (Vorjahr: 87.634,4 T€). Das Vermögen der Gesellschaft besteht zum überwiegenden Teil aus Grundstücken und Bauten, dem übrigen Anlagevermögen sowie den Verkaufsgrundstücken im Umlaufvermögen. Die Vermögenslage ist geordnet, die Vermögens- und Kapitalstruktur solide.

 

Die finanziellen Verhältnisse des Unternehmens sind geordnet. Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 735,4 T€ (Vorjahr: 158,2 T€) abgeschlossen. Diese positive Entwicklung im Verhältnis zum Vorjahr ist vorwiegend auf höhere Erlöse aus Grundstücksverkäufen, höhere Erlöse aus Wohnungsmieten, niedrigere Instandhaltungskosten und Zinsaufwendungen zurückzuführen, die teilweise durch geringere Erträge aus Zuschreibungen und höhere Aufwendungen aus Verkaufsgrundstücke kompensiert wurden.

 

Die Ertragssituation in den Folgejahren bleibt stark von der weiteren Entwicklung der Vermietungssituation, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung des Wohnungsleerstandes, abhängig.

 

Eine wesentliche Herausforderung für die Zukunft wird die Anpassung der Bestände an eine alternde Gesellschaft. Im Jahr 2030 wird der Anteil der über 67-jährigen bei ca. 33 % prognostiziert und der Anteil der über 55-jährigen wird bei 50 % liegen (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt - 6. Regionalisierte Bevölkerungsprognose für die Stadt Bernburg (Saale)).

 

Als wesentlicher Schwerpunkt wird sich hierbei die nachhaltige Aufwertung des Wohngebietes Süd-Ost durch Medienumstellung und den Anbau von Fahrstühlen darstellen. Mit dieser Zielrichtung will die BWG dem zunehmenden Leerstand in den oberen Etagen entgegenwirken und gleichzeitig altengerechten Wohnraum anbieten. Grundsätzlich werden insbesondere durch die zunehmende Verschärfung der energetischen Anforderungen an Wohngebäude, bedingt durch die Klimaziele der Bundesregierung, die Investitionskosten steigen.

 

Darüber hinaus ist seit 2015 ein deutlicher Anstieg der Baukosten zu verzeichnen. Auch für die nähere Zukunft erwartet die Geschäftsführung trotz zunehmender Leerstände eine weitgehend stabile Vermietungssituation. Wesentliche Risiken sind kurzfristig für den weiteren Geschäftsverlauf nicht erkennbar. Die Gesamtentwicklung der BWG ist im Wesentlichen mit der wirtschaftlichen und demografischen Gesamtentwicklung der Stadt Bernburg (Saale) verbunden. Der Stadtumbauprozess und die damit einhergehende Schrumpfung der Bestände der BWG wird mindestens bis 2030 erhebliche Mittel binden.

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