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20 Mio. Euro für neue Biogasanlage im Westen von Bernburg

Bei „grünem Licht“ plant man im kommenden Jahr mit dem Baubeginn. Damit könnte 2020 mit dem Betrieb begonnen werden.


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Auf Einladung des Oberbürgermeisters und des Wirtschaftsdezernenten der Stadt Bernburg stellten am 19. Dezember Vertreter des Mannheimer Energieunternehmens MVV ihr Projekt vor. Das Unternehmen zeigt Interesse an einer rund vier Hektar großen Fläche im Gewerbegebiet Bernburg - West. Dort könnte künftig eine moderne Bioabfallvergärungsanlage arbeiten.

 

Aus der Region, so die Vorstellung, könnten sämtliche Abfallstoffe, die in eine Biotonne gehören, gesammelt und aufbereitet werden. Im weiteren Umkreis von Bernburg rechnet man mit einem jährlichen Aufkommen von 33.000 Tonnen Abfällen, die geruchsfrei umgesetzt werden können. Durch den Prozess entstehendes CO2 würde dabei nicht mehr in die Atmosphäre freigesetzt werden. Das Unternehmen schätzt, dass so im Jahr 7.900 Tonnen dieses Gases eingespart werden könnten.

 

In der geplanten Anlage zersetzen unter Luftabschluss Bakterien den organischen Abfall. Neben Wärme, Humus und Flüssigdünger entsteht Methangas, das in das bestehende kommunale Netz eingespeist werden kann. Landwirte können die Abnehmer für Humus und den Dünger sein.

 

20 Millionen Investitionsvolumen

 

Es sei ein Schritt in die richtige Richtung, so Henry Schütze mit Blick auf die Energiewende und die diesbezüglich wachsenden Vorgaben. Ein Nebeneffekt wäre, so Martin Becker-Rethmann, Geschäftsführer der MVV Umwelt, auch das Vermeiden von Abfalltourismus.

 

Die Bernburger Fläche an A14/B6n ist reserviert. In nächster Zeit soll das gesamte Projekt nochmals der Öffentlichkeit vor gestellt werden.

 

Anschließend folgen die Anträge auf Genehmigung. Bei „grünem Licht“ plant man im kommenden Jahr mit dem Baubeginn. Damit könnte 2020 mit dem Betrieb begonnen werden. Die MVV Umwelt, ein Tochterunternehmen der MVV Energie AG, nennt in Bernburg für die Errichtung der vorgestellten Bioabfallvergärungsanlage eine Investition in Höhe von rund 20 Millionen Euro. Entstehen könnten hier fünf neue Arbeitsplätze.



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