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Ein- und Umstieg ganz einfach

Landrat Markus Bauer und KVG-Geschäftsführer Gerd Haßkerl erklären, worauf beim Abo zum Deutschland-Ticket geachtet werden sollte und warum es gut ist, das Abo beim kommunalen Busunternehmen abzuschließen.


Landrat Markus Bauer und Gerd Haßkerl, Geschäftsführer der Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) mbH, werben eine Woche vor dem Verkaufsstart für die Nutzung des sogenannten Deutschland-Tickets. „Eine Flatrate für Bus, Straßenbahn und Regionalbahn. Das ist ein gewaltiger Fortschritt, um den öffentlichen Nahverkehr für alle attraktiver und damit nachhaltiger zu machen“, sagte der Landrat am Dienstag bei der KVG in Bernburg. Er betont zugleich: „Autofahren ist zuletzt nicht günstiger geworden. Außerdem bedeutet weniger Verkehr auf den Straßen auch eine geringe Belastung für die Infrastruktur.“ Das Deutschland-Ticket kann ab 3. April bei der KVG Salzland erworben werden. Dafür laufen bereits seit Wochen die internen Vorbereitungen u.a. mit dem Aufbau eines eigenen Abo-Systems.

 

Markus Bauer hofft dabei nicht nur auf eine ähnlich große Resonanz wie beim 9-Euro-Ticket im vergangenen Jahr, sondern auch, dass die Nutzerinnen und Nutzer das monatlich kündbare Abo beim kommunalen Verkehrsunternehmen erwerben. „Wer das Abo abschließen möchte, sollte das bei unserer KVG machen, denn damit bleibt das Geld in der Region. Das stärkt unsere Wertschöpfungskette.“ Rund 10.300 Tickets hatte die KVG mit dem 9-Euro-Ticket zusätzlich verkauft. Zum Kauf bei den kommunalen Verkehrsunternehmen rät auch die Verbraucherzentrale Deutschland.

 

„Was wir selbst verdienen können, muss nicht ausgeglichen werden“, sagt KVG-Geschäftsführer Gerd Haßkerl. Denn die Einnahmen aus dem Ticket können die Verkehrsunternehmen behalten. Mögliche Ausgleichszahlung von Bund und Land sollen später verrechnet werden. Dafür stehen deutschlandweit drei Milliarden Euro zur Verfügung.

 

Der KVG-Geschäftsführer sagt, das Ticket richte sich nicht nur an Pendler, es könne sich auch für die lohnen, die gern an Wochenenden verreisen oder es im Deutschland-Urlaub nutzen wollen. „Man kann mit dem Ticket jeden Bus, jede S- und U-Bahn sowie jede Regionalbahn in Deutschland nutzen. Da man nicht mehr auf Tarifzonen achten muss, kann der Ein- und Umstieg nicht einfacher sein.“ Gerd Haßkerl verweist auch auf das Jobticket: Übernehmen Firmen 25 Prozent des Preises für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gibt es auf das Deutschland-Ticket noch einmal fünf Prozent Rabatt.

 

Der KVG-Geschäftsführer erklärt, das Abo für 49 Euro monatlich könne ausschließlich über die Internetseite der KVG erworben werden. Es könne jeweils bis zum 20. des Vormonats bestellt werden. Es gelte stets für den kommenden Monat und verlängert sich bis auf Widerruf. Die Bezahlung erfolge per Bankeinzug. Nach dem Kauf werde das Ticket in einer speziellen App der für Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH auf dem Smartphone angezeigt. Die kostenlose App muss dafür heruntergeladen werden. Der Verkauf des Tickets etwa im Bus ist nicht möglich.

 

Abo-Kunden des Marego-Verbunds, zudem auch der Salzlandkreis gehört, werden in den nächsten Wochen schriftlich auf eine mögliche Umstellung bereits vorhandener Abos hingewiesen. Grund: Nur die ermäßigte Monatskarte der KVG ist günstiger als das Deutschland-Ticket. „Mindestens jeder Stammkunde sollte einen Wechsel in Erwägung ziehen“, sagt Gerd Haßkerl.

 

Profitieren sollen auch die rund 6000 Fahrschüler im Salzlandkreis vom Deutschland-Ticket. Die Kreisverwaltung plant, dass die Fahrschüler, deren Monatsticket mehr als 49 Euro kostet, das Deutschland-Ticket zum neuen Schuljahr erhalten werden. Auch die Fahrschüler, die bislang weniger als 49 Euro monatlich zahlen, können dann das Deutschland-Ticket nutzen, wenn sie bereit sind, die Differenz zu tragen. Landrat Markus Bauer sagt: „So können Schülerinnen und Schüler nicht nur kostenlos zur Schule und zurück, sondern zum Beispiel auch nachmittags mit dem ÖPNV Freunde in anderen Orten besuchen, zur Musikschule oder zum Vereinstraining fahren.“

 

Die KVG befördert im Auftrag des Salzlandkreises jährlich fast 5,3 Millionen Fahrgäste auf rund 4,5 Millionen Fahrplankilometern, ein Großteil morgens und nachmittags im Rahmen des Schülerverkehrs.

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