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Techniktest an größter Gashochdruckleitung in Peißen


Foto: enviam.de
Foto: enviam.de

Zum nächsten Wochenende werden Gasrestmengen mit einer Fackel verbrannt. Die Flamme wird am Samstag, dem 8. Juni 2024, über mehrere Stunden in Peißen und Umgebung hör- und sichtbar sein.

Zur Vorbereitung einer wichtigen technischen Prüfung ihrer größten Gashochdruckleitung im Netzgebiet startet die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH (MITNETZ GAS) ab kommender Woche Arbeiten in Bernburg-Peißen. Dafür wird ab dem 3. Juni 2024 Material und umfangreiches technisches Gerät zur Übernahmeregelanlage in der Jekaterinastraße in Peißen transportiert, welches für die vollständige Entleerung des Leitungsabschnittes notwendig ist.

 

MITNETZ GAS pumpt zunächst mit einem Umpumpverdichter Gasmengen in eine andere Leitung um. Dies führt zu Geräuschentwicklung im Laufe der kommenden Woche. Zum nächsten Wochenende werden dann verbliebene Gasrestmengen mit einer Fackel verbrannt. Die Flamme wird am Samstag, dem 8. Juni 2024, über mehrere Stunden in Peißen und Umgebung hör- und sichtbar sein.

 

Die Arbeiten dienen der Vorbereitung einer „Molchung“, eines grundhaften Tests der Leitungsbeschaffenheit. Dabei wird eine „Molch“ genannte Sonde an verschiedenen Stellen in die Gasleitung eingeführt, die die Rohre im Inneren auf mögliche Schäden und Korrosion untersucht. Diese Untersuchungen sind für Gasnetzbetreiber in einem bestimmten Turnus vorgeschrieben. Um die Molchung durchzuführen, müssen spezielle Armaturen, sogenannte „Molchschleusen“, an verschiedenen Stellen in die Leitung eingebaut werden, um die Sonde aufzunehmen. Bereits Mitte Mai hatte MITNETZ GAS die erste Molchschleuse bei Staßfurt eingebaut. Nach Peißen ist noch eine dritte Molchschleuse in Leipzig-Wiederitzsch geplant. Nach den vorbereitenden Arbeiten im Laufe des Jahres 2024 ist die eigentliche Molchung für 2025 vorgesehen.

 

Die 84 Kilometer lange Hochdruckleitung zwischen Staßfurt, Peißen und Wiederitzsch wurde zwischen 1996 und 2004 gebaut. Mit einer Nennweite von 600 Millimetern ist sie die größte im Netzgebiet von MITNETZ GAS, das sich über den Süden Sachsen-Anhalts, Westsachsen und Teile Thüringens und Brandenburgs erstreckt. Sie ist wichtig für die Anbindung des Speichers in Staßfurt und die Versorgung von MITNETZ GAS-Kunden in Sachsen und Sachsen-Anhalt.


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