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Unfreiwillig verkleinert - AfD muss sechs Sitze leer lassen


40 Sitze stehen zur Verfügung. Doch nur 34 werden besetzt. Grund ist, dass die AfD vom Wahlergebnis hätte zehn Sitze beanspruchen können, aber nur vier Kandidaten aufstellen konnte.

BERNBURG/AS. Der Stadtrat Bernburg wird sich verkleinern. 40 Sitze stehen zur Verfügung. Doch nur 34 werden besetzt. Grund ist, dass die AfD vom Wahlergebnis hätte zehn Sitze beanspruchen können, aber nur vier Kandidaten aufstellen konnte. Somit bleiben die Sitze leer. Mit den vier Sitzen fällt die zweitstärkste Fraktion im Stadtrat auf Platz drei, den sie sich mit den schwächelnden Linken teilen muss. Zweitstärkste Fraktion wird damit zahlenmäßig nach Sitzen wieder die FDP (5 Sitze, -3).

 

Insgesamt sind zehn Parteien, Gruppierungen und Einzelkandidaten im Stadtrat vertreten.

 

Claudia Weiss holte mit über 6.000 Stimmen mit Abstand die meisten. Ihr folgt mit etwas über 2.500 Stimmen Stefan Ruland (CDU).

 

Bemerkenswert ist das Ergebnis von Jacqueline Krätschmann. Die Einzelkandidatin holte über 1.500 Stimmen und landet weit vorn. Allerdings kündigt sich hier Widerstand an. Sie ist in einer Leitungsfunktion in einer städtischen Einrichtung. Es gibt Stimmen, die Bedenken haben, ob das vereinbar ist. Letzte Entscheidung trifft der Wahlausschuss. Ob das Thema noch mal im Stadtrat angesprochen wird, bleibt offen.

 

Der CDU würde in die Karten spielen, wenn Sitze nicht besetzt werden. Sie ist mit zwölf Sitzen (-1) größte Fraktion. Bei 17 Stimmen wäre die absolute Mehrheit im Rat, wenn neben dem Wegfall der AfD-Sitze noch ein weiterer nicht besetzt werden würde. Mit der FDP, die in der Vergangenheit öfter mit der CDU stimmte, wäre diese Mehrheit zu erreichen.

 

Für die AfD ist die Zielstellung klar. Man wolle bis zur nächste Wahl alles tun, um die Sitze besetzen zu können, sagt Claudia Weiss.

Für die Linke, die drei Sitze einbüßt, wäre sicher ein besseres Ergebnis möglich gewesen. Silvia Ristow hätte sich für den Stadtrat aufstellen lassen können. Doch sie hätte entweder das Mandat ablehnen müssen oder das Amt als Oberbürgermeisterin aufgeben müssen. Erlaubt wäre das Vorgehen gewesen. Doch, so Silvia Ristow, sehe sie das als Betrug an.

 

Sie sei als Oberbürgermeisterin gewählt worden und nur, um Stimmen zu holen für ein Mandat, das sie nicht annimmt, komme für sie nicht in Frage.

 

CDU 28,77 %, AfD 25,94 %, DIE LINKE 8,87 %, SPD 7,29 %, FDP 12,03 %, GRÜNE 3,68 %, WsGS 3,17 %, BBG 1,45 %, BBB 4,71 %, Herzog 0,55 %, Krätschmann 3,54 %. (Wahlbeteiligung 56,48 %)

 

Partei Kandidat/in Mandat Stimmen
CDU Ruland, Stefan Personenwahl 2.556
CDU Bieling, Gerald Horst Personenwahl 1.614
CDU Dr. Oidtmann, Johannes Personenwahl 906
CDU Cisewski, Uwe Personenwahl 681
CDU Wyszkowski, Frank Personenwahl 658
CDU Dr. Klinsmann, Hermann Personenwahl 621
CDU Bader, Mirko Personenwahl 595
CDU Ermisch, Doreen Personenwahl 537
CDU Rohr, Heiner Personenwahl 517
CDU Gruschka, Vanessa Personenwahl 389
CDU Dr. Kramersmeyer, Jens Personenwahl 375
CDU Hochfeldt, Börries Personenwahl 360
AfD Weiss, Claudia Personenwahl 6.379
AfD Voigt, Thomas Personenwahl 2.063
AfD Neumann, Christopher Personenwahl 1.478
AfD Weiss, Maria Personenwahl 1.202
DIE LINKE Krebs, Henriette Personenwahl 1.376
DIE LINKE Franzelius, Mike Personenwahl 668
DIE LINKE Noack, Karsten Personenwahl 389
DIE LINKE Bäse, Juliane Personenwahl 202
SPD Meinecke, Friedel Personenwahl 739
SPD Beyer, Claudia Personenwahl 719
SPD Ulrich, Ringo Personenwahl 490
FDP Heweker, Andrea Personenwahl 886
FDP Klinz, Gerd Personenwahl 618
FDP Scharf, Heiko Personenwahl 547
FDP Große, Dirk Personenwahl 427
FDP Hillegeist, Marcus Personenwahl 294
GRÜNE Dr. Pilz, Wolfgang Personenwahl 376
WsGS Pfeiffer, Christine Personenwahl 747
BBG Brandt, Karin Personenwahl 620
BBB Mehliß, Kai Personenwahl 461
BBB John, Torsten Personenwahl 371
EB Krätschmann Krätschmann, Jacqueline Personenwahl 1.517

 



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