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Landesweite Kontrollwoche zur Erhöhung der Verkehrssicherheit – Polizei zieht Bilanz

Foto: MI MD
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Magdeburg – Mit einer konzertierten Kontrollaktion hat die Polizei Sachsen-Anhalt in dieser Woche erneut ein starkes Zeichen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr gesetzt. Im Fokus der landesweiten Kontrollwoche stand die Erkennung von Drogen- und Alkoholkonsum am Steuer – eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle mit teils verheerenden Folgen.

 

An drei aufeinanderfolgenden Tagen wurden stationäre und mobile Kontrollmaßnahmen durchgeführt. Ziel war es, die Fahrtüchtigkeit der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu überprüfen und Verstöße konsequent zu ahnden. Insgesamt wurden 1.730 Fahrzeuge kontrolliert – mit deutlichen Ergebnissen: 145 Personen waren nicht fahrtüchtig und müssen sich nun straf- oder ordnungsrechtlich verantworten.

 

Breite Unterstützung und länderübergreifende Zusammenarbeit

Neben Einsatzkräften der Polizeiinspektion Magdeburg beteiligten sich Kolleginnen und Kollegen aus Stendal, Dessau-Roßlau, Halle (Saale), der Landesbereitschaftspolizei sowie der Fachhochschule der Polizei. Verstärkung kam aus nahezu allen Bundesländern sowie aus den Niederlanden, Österreich, Polen und Tschechien. Auch der Zoll, die Autobahnmeisterei und das Technische Hilfswerk unterstützten die Maßnahmen vor Ort.

 

Kontrollorte waren Merseburg sowie zwei stark frequentierte Autobahnabschnitte: die BAB 14 (Fahrtrichtung Wismar) und die BAB 2 (Fahrtrichtung Berlin).

 

Ergebnisse im Überblick

  • 122 Anzeigen wegen Fahrens unter Betäubungsmitteln

  • 140 Blutprobenentnahmen

  • 14 Anzeigen wegen Trunkenheit im Verkehr

  • 30 Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis

  • 9 Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz

  • Weitere Anzeigen u. a. wegen Urkundenfälschung, Verstoß gegen das Waffengesetz und Diebstahl

Besondere Vorkommnisse

Die Kontrollwoche brachte auch außergewöhnliche Fälle ans Licht:

  • Ein Fahranfänger fuhr mit einem glimmenden Joint zur Kontrollstelle.

  • Ein unter Kokaineinfluss stehender Fahrer durchbrach die Kontrollstelle und wurde nach Verfolgung festgenommen – gegen ihn lag ein Haftbefehl vor.

  • Ein 85-jähriger Mann führte einen verbotenen Schlagring mit sich.

  • Ein Fahrer versuchte, den Drogentest mit Toilettenwasser zu manipulieren.

  • Eine polnische Fahrerin hatte Aufbruchwerkzeuge und Fahrzeugschlüsselduplikate im Auto.

  • Ein ungarischer Fahrer transportierte neun Personen – darunter fünf Kinder – ohne jegliche Sicherung.

  • Ein 13-jähriger E-Roller-Fahrer stand unter dem Einfluss von Cannabis.

 

Fazit

Die Kontrollwoche zeigt deutlich: Der Einfluss von Drogen und Alkohol im Straßenverkehr bleibt ein ernstzunehmendes Risiko. Die Polizei Sachsen-Anhalt wird auch künftig mit gezielten Maßnahmen für mehr Sicherheit auf unseren Straßen sorgen – zum Schutz aller Verkehrsteilnehmenden.