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Sachsen-Anhalt: Generationenkonflikte belasten Arbeitsalltag

Gettyimages RgStudio - altersgemischtes Team
Gettyimages RgStudio - altersgemischtes Team

Magdeburg, 22. September 2025 – Rund ein Drittel der Beschäftigten in Sachsen-Anhalt erlebt im Berufsalltag Spannungen zwischen den Generationen. Besonders betroffen sind jüngere Mitarbeitende unter 30 Jahren, die in überwiegend älteren Teams arbeiten. Das zeigt der aktuelle DAK-Gesundheitsreport „Gen Z in der Arbeitswelt“, der die Bedürfnisse, Einstellungen und Gesundheitsdaten der jungen Generation beleuchtet.

 

In Sachsen-Anhalt gehören rund 156.000 Erwerbstätige zur Gen Z. Sie legen besonderen Wert auf ein gutes Arbeitsklima (65 Prozent), eine attraktive Bezahlung (62 Prozent) und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben (61 Prozent). Diese Prioritäten unterscheiden sich teils deutlich von älteren Generationen – ein möglicher Auslöser für Konflikte im Team.

 

„Alt und Jung arbeiten in den Unternehmen nicht immer reibungslos zusammen“, sagt Steffen Meyrich, Landeschef der DAK-Gesundheit in Sachsen-Anhalt. „Das Erfolgsmodell der Zukunft sind generationengemischte Teams. Arbeitgeber sollten gezielt Brücken zwischen den Altersgruppen bauen und ein gesundes Miteinander fördern.“

 

Pandemie verändert Gesundheitsverhalten

Die Corona-Pandemie hat das Gesundheitsbewusstsein der Gen Z nachhaltig geprägt. 54 Prozent der unter 30-Jährigen geben an, heute vorsichtiger mit Infekten umzugehen als vor der Pandemie. Ein Viertel lässt sich bei Erkältungssymptomen eher krankschreiben – deutlich mehr als in älteren Altersgruppen.

 

Krankenstand: Häufiger krank, aber kürzer

Der Krankenstand der Gen Z liegt mit 5,6 Prozent unter dem Landesdurchschnitt von 6,5 Prozent. Zwar sind jüngere Beschäftigte häufiger krankgeschrieben (315 Fälle je 100 Versicherte), die durchschnittliche Falldauer ist mit 6,6 Tagen jedoch deutlich kürzer als bei älteren Kolleginnen und Kollegen. Auffällig ist die hohe Zahl an Atemwegserkrankungen, während Muskel-Skelett-Probleme und psychisch bedingte Fehltage seltener auftreten.

 

Gesunde Arbeitswelt braucht gezielte Unterstützung

„Wir müssen junge Menschen beim Einstieg ins Berufsleben gut begleiten“, betont Meyrich. „Betriebliches Gesundheitsmanagement kann hier ein Schlüssel sein – für mehr Verständnis, weniger Vorurteile und ein produktives Miteinander.“

Der DAK-Gesundheitsreport basiert auf anonymisierten Daten von rund 49.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Sachsen-Anhalt sowie einer bundesweiten Befragung von über 7.000 Erwerbstätigen durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa.