· 

Spendenaktion für Weihnachtsmarkt-Opfer abgeschlossen

Magdeburg, 1. Oktober 2025 – Mit einer symbolischen Übergabe von 156.406,25 Euro an den WEISSEN RING Sachsen-Anhalt hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Sachsen-Anhalt heute offiziell die landesweite Spendenaktion für die Opfer des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt beendet.

 

In der Landesgeschäftsstelle des DRK Sachsen-Anhalt überreichte Landesgeschäftsführer Dr. Carlhans Uhle den verbleibenden Spendenbetrag an Kerstin Godenrath, Landesvorsitzende des WEISSEN RINGS Sachsen-Anhalt.

 

„Für uns beim DRK war es Ausdruck unserer Haltung, in einer solchen Ausnahmesituation wie dem Anschlag sofort zu handeln – schnell, pragmatisch und dort, wo die Not am größten war“, betonte Dr. Uhle. „Das gilt nicht nur für den Einsatz unserer Rettungskräfte am Abend des Anschlags, sondern auch für die Verantwortung, die wir bei der Verwaltung und zügigen Auszahlung der Spendengelder übernommen haben.“

 

Nach Abschluss der Antragsbearbeitung und Auszahlung an die direkt Betroffenen übergab das DRK nun die verbleibenden Mittel an den WEISSEN RING. „Mit der heutigen Übergabe setzen wir ein bewusstes Zeichen: Hilfe hört nicht mit dem letzten Spendeneingang auf. Nachhaltige Hilfe braucht einen langen Atem – und verlässliche Partner, die diesen Weg konsequent weitergehen“, so Uhle weiter.

 

Die Mittel dienen der Deckung bereits geleisteter und vorfinanzierter Hilfen im Rahmen der Opferarbeit des WEISSEN RINGS. Kerstin Godenrath dankte dem DRK für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und unterstrich die Bedeutung der Spenden: „Für die Betroffenen des grausamen Anschlags konnten wir bislang über 480.000 Euro an Opferhilfen leisten – von Soforthilfen über Beratungsschecks bis hin zu Unterstützung bei Reha-Aufenthalten und Einkommensausfällen.“

 

Der WEISSE RING hat bisher 475 Opfer betreut, darunter auch anonyme Fälle über das Opfer-Telefon. „Viele Menschen sind weiterhin auf unsere Hilfe angewiesen – sei es wegen laufender Therapien, bevorstehender Operationen oder im Zusammenhang mit dem Prozess gegen den mutmaßlichen Täter“, so Godenrath. „Ich kann Betroffene nur ermutigen: Melden Sie sich bei unserer Außenstelle Magdeburg. Wir sind an Ihrer Seite.“