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Landesweite Einführung der Leitstellensoftware „eurofunk Operations Center Suite (eOCS)“ in der Polizei Sachsen-Anhalt

Mit der landesweiten Einführung der neuen Leitstellensoftware eOCS modernisiert die Landespolizei ihre Leitstellen grundlegend und stellt die Weichen für eine zukunftsfähige Einsatzbewältigung. Nach einer rund zweijährigen Planungs- und Umsetzungsphase wird das System künftig in allen Lage- und Führungszentren bzw. den Einsatzführungsstellen der Polizeiinspektionen eingesetzt.

 

Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Moderne Polizeiarbeit erfordert neben qualifiziertem Personal auch eine leistungsstarke digitale Unterstützung. Die Leitstellen der Polizei bilden das Herzstück der Einsatzsteuerung. Mit der landesweiten Einführung der neuen Leitstellensoftware wird die Leistungsfähigkeit der Leitstellen deutlich gestärkt. Einsätze können dadurch schneller, präziser und effizienter koordiniert sowie Einsatzkräfte noch gezielter unterstützt werden. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit in Sachsen-Anhalt.“

 

Die landesweite Einführung von eOCS ist der nächste Meilenstein in der Modernisierung der polizeilichen Leitstellen in Sachsen-Anhalt. Nach der Zentralisierung des polizeilichen Notrufs im Jahr 2013 von 21 dezentralen Abfragestellen auf zunächst drei und heute vier Standorte, der anschließenden baulichen und technischen Modernisierung der Lage- und Führungszentren und der Einführung des Einsatzleit-, Dispositions- und Informationssystems 3 (ELDIS 3) wurden in den vergangenen Jahren die Grundlagen für eine moderne Leitstellenstruktur geschaffen. ELDIS 3 etablierte sich als zentrale Informationsdrehscheibe des polizeilichen Sofortmanagements.

 

Mit der nun erfolgenden Ablösung von ELDIS 3 durch eOCS geht die Landespolizei den nächsten folgerichtigen Schritt ihrer strategischen Neuausrichtung. Die Leitstellen entwickeln sich von einem verwaltenden System hin zu einer proaktiven Managementplattform. Das neue System ermöglicht eine vollständig browserbasierte, flexible und ausfallsichere Einsatzbearbeitung. Es unterstützt den gesamten Prozess – vom Notrufeingang über die Disposition bis zur Dokumentation – und verknüpft unterschiedliche Informations- und Kommunikationsquellen in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung.

 

Gegenüber dem Vorgängersystem bietet eOCS zahlreiche Verbesserungen. Die Software ist vollständig browserbasiert und benötigt keine lokale Installation, was die Flexibilität erhöht. Eine optimierte Einsatzortsuche sowie erweiterte Dispositions- und Alarmierungsfunktionen ermöglichen eine schnellere und präzisere Einsatzsteuerung. Durch die übersichtliche Benutzeroberfläche und Bündelung aller wichtigen Informationen auf einer zentralen Plattform werden Arbeitsabläufe vereinfacht und die Einsatzkräfte vor Ort noch besser unterstützt.

 

Die Einführung der neuen Software erfolgt stufenweise. Seit Mai 2026 wird eOCS in der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau eingesetzt, Anfang Juni folgte die Polizeiinspektion Halle (Saale). Bis Ende Juni soll die Einführung auch in den Polizeiinspektionen Magdeburg und Stendal abgeschlossen sein.

 

Parallel wurde mit resQnect MOBILE zusätzlich eine mobile Anbindung geschaffen, die Einsatzkräfte im Außendienst direkt in die digitale Leitstellenkommunikation einbindet. Dadurch können einsatzrelevante Informationen in Echtzeit ausgetauscht werden. Die Zusammenarbeit zwischen den Leitstellen und Einsatzkräften wird damit nochmals verbessert.

 

Die Gesamtkosten des Projekts zur Modernisierung der Leitstellen belaufen sich auf rund 5,8 Millionen Euro.

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