365 Krebssterbefälle je 100 000 Einwohner in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt blieb mit 365 Krebssterbefällen je 100 000 Einwohner bundesweit das Bundesland mit dem höchsten Wert. Das Bundesland mit dem niedrigsten Wert war erneut Baden-Württemberg mit 237 Sterbefällen je 100 000 Einwohner.


An bösartigen Neubildungen (Krebs, ICD-10: C00-C97, D00-D09) verstarben im Jahr 2015 nach Ergebnissen der Todesursachenstatistik 8 172 Einwohner Sachsen-Anhalts, davon 4 577 Männer und 3 595 Frauen. Das waren 25,2 Prozent aller Todesfälle. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Rückgang um 2 Sterbefälle bei den Männern, jedoch ein Anstieg um 60 Todesfälle bei den Frauen.

 

Sachsen-Anhalt blieb mit 365 Krebssterbefällen je 100 000 Einwohner bundesweit das Bundesland mit dem höchsten Wert. Das Bundesland mit dem niedrigsten Wert war erneut Baden-Württemberg mit 237 Sterbefällen je 100 000 Einwohner.

 

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko an Krebs zu erkranken. So war mehr als jede(r) zweite Krebstote (51,9 %) im Jahr 2015 im Alter von über 75 Jahren, dagegen erlagen nur 5 Mädchen und Jungen im Kindesalter dieser Krankheit.

 

Unter den bösartigen Neubildungen treten besonders häufig die Neubildungen der Verdauungsorgane (ICD-10: C15-C26) auf.

Daran erlagen im Jahr 2015 insgesamt 2 630 Personen (1 450 Männer und 1 180 Frauen) und machen damit rund ein Drittel aller Krebstoten aus. Darunter verstarben 939 an Darmkrebs (C18-C21), 586 an Bauchspeicheldrüsenkrebs (C25), 430 an Magenkrebs (C16) und 304 an Leberkrebs (C22).

 

Lungenkrebs (C33-C34) führte in insgesamt 1 529 Fällen zum Tod, die Mehrzahl davon waren Männer (1 091 Verstorbene). Bei 14,8 Prozent (532) der Frauen, welche dem Krebs erlagen, wurde Brustkrebs (C50) als Todesursache festgestellt und bei 11,5 Prozent der Männer war dies der Prostatakrebs (C61). Leukämien und Lymphome (C81-C96) führten bei 766 Personen aus Sachsen-Anhalt zum Tod.

 

Im Jahr 2015 hatte die Stadt Halle (Saale) mit 844 Verstorbenen prozentual die meisten Krebstoten (28,6 %) zu verzeichnen, die prozentual niedrigste Krebstotenzahl (747, 23,7 %) wurde im Salzlandkreis festgestellt.

 

Als Krebs wird in der Medizin eine unkontrolliert wachsende Gewebeneubildung (bösartiger Tumor) verstanden. Dabei werden gesunde Körperzellen verdrängt und zerstört.

 

Der Weltkrebstag wurde 2006 von der Union internationale contre le cancer, der Weltgesundheitsorganisation und anderen Organisationen ins Leben gerufen und wird seitdem jedes Jahr am 4. Februar begangen. Dieser Tag hat zum Ziel die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

 

Quelle: statistik.sachsen-anhalt.de

 

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