Di

07

Feb

2017

Beim Salzlandkreis funktioniert Weiterbildung nun auch international

Foto: Pressestelle SLK/A. Koch
Foto: Pressestelle SLK/A. Koch

Ines Golenia, Fachdienstleiterin für Ausländer- und Asylrecht, und Beate Hecke, Soziallotsin im Salzlandkreis, informieren sich im Erwachsenenbildungszentrum Gävle über Programme zur Förderung von Alphabetisierung in Schweden.


Das Wort „Benchmarking“ ist derzeit beliebt. Es bedeutet, Maßstäbe zu vergleichen. Das sei für das effiziente Arbeiten einer Landkreisverwaltung besonders wichtig, schätzt Landrat Markus Bauer ein. Denn „der Blick über den Tellerrand“ erlaube das Einordnen der eignen Leistung. „Mit der Methode lassen sich Qualitätskriterien entwickeln und wettbewerbsfähige Standards etablieren“, sagt der diplomierte Wirtschaftswissenschaftler über die Arbeit der Mitarbeiter im Salzlandkreis, die es „für die Zukunft in Europa fit“ zu machen gelte. In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter hat die Kreisverwaltung deshalb jetzt einen Antrag auf Förderung von Lernaufenthalten im Rahmen des europäischen Programmes „Erasmus+“ gestellt. Ein europäischer Fachkräfteaustausch mit Schweden soll die Kompetenzen von Verwaltungsmitarbeitern stärken. Nach dem Einreichen der Unterlagen Ende letzter Woche hoffe man nun auf einen positiven Bescheid zur Förderung der Weiterbildung von Mitarbeitern, teilt die Pressestelle des Salzlandkreises mit.

 

Zuvor stand bereits der Vergleich von Verfahrensweisen bei der Aufnahme, Betreuung und Integration von Flüchtlingen im November 2016 im Fokus, als neun Vertreter des Salzlandkreises die schwedische Stadt Gävle besucht hatten. Schweden ist das Land, das bezogen auf die Einwohnerzahl bisher die meisten Flüchtlinge in Europa aufgenommen hat. Die Kommune Gävle hatte bereits 2015 europäische Partner gesucht, mit denen Erfahrungen und Problemlagen diskutiert werden können. Seit dem ist man mit den schwedischen Kollegen im Gespräch. Ziel einer Zusammenarbeit ist es auf beiden Seiten, mit Hilfe des Vergleiches von Lösungsansätzen und Prozessabläufen eine Verbesserung der Arbeitsweise mit deren Ergebnisse zu erreichen.

 

Der Salzlandkreis hatte das Interesse der Zusammenarbeit mit Gävle bekundet und ist von der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt ausgewählt worden, das europäische Projekt mit dem Arbeitstitel „Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt“ zu entwickeln. Aufgrund des besonderen Landesinteresses ist dieser transnationale Austausch mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert worden.

 

Während des zweitägigen Besuchsprogrammes waren zwecks kollegialen Austausches Treffen zwischen entsprechenden Verantwortungsträgern organisiert worden. Ines Golenia, Fachdienstleiterin für Ausländer- und Asylrecht, präsentierte das Pilotprojekt „Arbeitsgelegenheiten im Salzlandkreis“, das bisher 95 Teilnehmer zählt und im Salzlandkreis ermöglicht, das Asylsuchende in Kommunen beschäftigt sind. Die schwedische Stadt Gävle indes vermittelt Antragstellern für Asyl zeitgleich zur Sprachkursteilnahme das Absolvieren von Betriebspraktika. Etabliert wird in Gävle von Beginn an die 40 Stunden-Woche als Maß für die reguläre Wochenarbeitszeit.

 

Viola Grams, Verantwortliche für Integration im Jobcenter, ist nach den Gesprächen mit den schwedischen Kollegen sichtlich begeistert. „Ich nehme viele Ideen mit nach Hause“, lautet ihr Fazit. Beate Hecke ist Soziallotsin im Rahmen des Betreuungskonzeptes. Auch Sie hatte während ihres kurzen Aufenthaltes Gelegenheit, mit Ehrenamtlichen vor Ort zu besprechen und Einblicke in erfolgreiche Projekte zu erhalten. Landrat Markus Bauer sieht den europäischen Austausch indes vor allem als Möglichkeit zur Personalentwicklung. Derartige Maßnahmen fördere die Motivation der Teilnehmer und vermittle interkulturelle Kompetenz. Irgendwann muss die Aussage stehen, „wir können Europa“, erläutert Bauer. „Wenn man zukünftig Gelder bewilligt haben möchte, ist es nötig, Landkreismitarbeiter für das Anträge stellen oder fachliche Konversation in der Fremdsprache zu trainieren“, so der Landrat. Zudem erhöhe ein entsprechendes Angebot auch die Attraktivität als Arbeitgeber, zeigt Bauer weiter auf.

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