Von der Ausländer- zur Willkommensbehörde

„Die Ausländerbehörde ist Tür, Tor und Aushängeschild für den Salzlandkreis. Potentielle Investoren und internationale Studenten gehen zuerst durch diese Pforte. Die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trägt dazu bei, den Standort Salzlandkreis international als Wirtschafts- und Wohnstandort erfolgreich zu etablieren.”


Die Ausländerbehörde des Salzlandkreises ist eine jener neun Behörden, die am Projekt „Willkommenskultur in Sachsen-Anhalt (Willkommensbehörden)“ teilnehmen. Das Projekt im Auftrag des Ministeriums für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt wird zu 80 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), 10 Prozent Landesmitteln und 10-prozentigem Eigenanteil finanziert. Es baut auf einer Initiative des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auf und hat ein Gesamtfinanzvolumen von über 1,7 Mio. EUR. Mit dem Geld sollen neben dem Salzlandkreis auch im Burgenlandkreis, Bördekreis, Wittenberg, Anhalt-Bitterfeld, Harz, Stendal sowie in den Städten Magdeburg und Stadt Halle (Saale) entsprechende Veränderungsprozesse eingeleitet und durchgeführt werden. Eine Auftaktveranstaltung in Magdeburg brachte im November alle Projektbeteiligten in direkten Kontakt.

 

Der entsprechende Vertrag zur Teilnahme zwischen dem Salzlandkreis und dem Innenministerium war einige Wochen zuvor unterzeichnet worden.

 

„Alles, was uns hilft, die anerkannt gute Arbeit zur Betreuung der Flüchtlinge weiterzuentwickeln, ist willkommen. Unsere Ausländerbehörde wird künftig verstärkt integrative Betreuungsarbeit leisten, muss kundenorientiert interkulturell wie vielsprachig denken und handeln. Dafür nehmen wir die mit dem Projekt gebotene Hilfestellung des externen Beraterteams dankbar an“, begründet Landrat Markus Bauer den neuerlichen Schritt in Sachen Qualifizierung seiner Verwaltung.

 

Denn Ziel des Projekts ist es, die Handlungsfähigkeit der Ausländerbehörden langfristig sicherzustellen. Dabei liegt der Fokus auf einer verstärkten Dienstleistungsorientierung und auf dem Auf- und Ausbau von Willkommensstrukturen. Schwerpunkte des Projekts sind die Analyse der Organisationsstrukturen und -prozesse, ein Strategieprozess und die Personalentwicklung der Führungskräfte und Beschäftigten. Bestandteil ist zudem die Vernetzung der Ausländerbehörde mit weiteren internen und externen Akteuren wie zum Beispiel unserem Jugendamt oder dem Jobcenter. Das BAMF stellt dafür allen Kommunen einen „Werkzeugkoffer" zur Verfügung, mit dem die Ausländerbehörden selbstständig eine Willkommens- und Dienstleistungskultur gestalten.

 

In der zweijährigen Projektlaufzeit wird die Ausländerbehörde des Salzlandkreises von einem externen Beraterteam der Firma IMAP GmbH Düsseldorf begleitet.

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