Schulausfälle im Salzlandkreis, DIE LINKE fordert Landrat

Für eine bessere Unterrichtsversorgung im Salzlandkreis, die Kreistagsfraktion DIE LINKE. fragt nach!


Eltern schulpflichtiger Kinder in Sachsen-Anhalt klagen in den letzten Jahren immer häufiger über den steigenden Anteil des nicht regulär gehaltenen Unterrichts (darunter zählen u.a. die Zusammenlegung von Klassen und Lerngruppen, das Erteilen von Aufgaben, Beschäftigungen und Totalausfall). Die Problematik tritt dabei nicht gleichermaßen flächendeckend im gesamten Bundesland auf, sondern ist sowohl von Region zu Region als auch zwischen den einzelnen Schulformen different.

 

Um die Sachlage im Salzlandkreis erfassen zu können, hat die Kreistagsfraktion DIE LINKE. dem Landrat im vergangenen Kreistag einen Fragekatalog zum Anteil des nicht regulär gehaltenen Unterrichts im Salzlandkreis im Kalenderjahr 2016 überreicht. Durch die Beantwortung der Fragen soll der Unterrichtsausfall in den verschiedenen Schulformen im Salzlandkreis erfasst werden und so Problemfelder in der Unterrichtsversorgung aufgedeckt werden. Dass ein Problem in der Unterrichtsversorgung im Salzlandkreis vorhanden ist, machte bereits die Anfrage einer Einwohnerin aus Bernburg in der Einwohnerfragestunde des Kreistages deutlich.

 

Um landesweit für eine bessere Unterrichtsversorgung einzutreten, beteiligen sich die Fraktionsmitglieder ferner auch an der Volksinitiative gegen den Mangel in der Bildung, welche sich für mehr Lehrerinnen und Lehrer sowie pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsetzt (http://www.gew-sachsenanhalt.net/volksinitiative). Denn erst mit Bildung können junge Menschen ihr Potenzial entfalten und für diese Ausbildung braucht es genügend Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter, damit dieser Prozess gelingen kann.

 

Anfrage zum Anteil des nicht regulär gehaltenen Unterrichts im Salzlandkreis vom   09.05..2017

 

"Sehr geehrter Herr Landrat Bauer, Eltern schulpflichtiger Kinder in Sachsen-Anhalt klagen in den letzten Jahren immer häufiger über den steigenden Anteil des nicht regulär gehaltenen Unterrichts (darunter zählen u.a. die Zusammenlegung von Klassen und Lerngruppen, das Erteilen von Aufgaben, Beschäftigungen und Totalausfall), wobei es Unterschiede zwischen den Schulformen und je nach Region auch Unterschiede zu geben scheint.

 

Damit sich die Fraktion DIE LINKE. bezogen auf dem Salzlandkreis ein Bild machen kann, bitten wir Sie und den zuständigen Fachdienst um Beantwortung der nachfolgenden Fragen. Die Fragen 1 bis 4 beziehen sich auf das Kalenderjahr 2016. Die Antworten sollen dazu nach den einzelnen Monaten und den verschiedenen allgemein bildenden Schulformen (Grundschule, Sekundarschule, Gemeinschaftsschule, Gymnasium, Schulen des zweiten Bildungsweges, Gesamtschulen, Förderschulen) gegliedert werden.

Wir fragen den Landrat:

 

1. Wie hoch war jeweils der zugewiesene Gesamtbedarf an Unterrichtsstunden?

 

2. Wie viele Unterrichtsstunden (absolut und in v. H. zum jeweiligen Gesamtbedarf) konnten nicht erteilt werden, weil im Rahmen der Unterrichtsversorgung keine Lehrkraft für einen grundständigen Einsatz (keine Vertretung) zur Verfügung stand? Bitte fassen Sie die Antworten zu den Fragen 1. und 2. tabellarisch zusammen.

 

3. Wie viele Unterrichtsstunden (absolut und in v. H. zum jeweiligen Gesamtbedarf) konnten nicht planmäßig erteilt werden wegen der Abwesenheit von Lehrkräften durch:

a) Krankheit (einschließlich Kur),

b) Krankheit des Kindes,

c) Mutterschutzfrist und Elternzeit,

d) Fort- und Weiterbildung,

e) Mitarbeit in Kommissionen?

Bitte geben Sie die Antworten für die Buchstaben a) bis e) tabellarisch getrennt an.

 

4. Wie viele Unterrichtsstunden (absolut und in v. H. zum jeweiligen Gesamtbedarf) konnten nicht durch andere Lehrkräfte unter der Nutzung von Vertretungsreserven oder Abordnungen aus anderen Schulen bzw. unter Anwendung des Erlasses zur flexiblen Arbeitszeit der Lehrkräfte regulär vertreten werden? Wie hoch war dabei der Totalausfall und bei wie vielen Unterrichtsstunden wurde ein Totalausfall vermieden durch:

a) Zusammenlegung von Klassen und Lerngruppen,

b) sonstige Maßnahmen der Schulen?

Bitte geben Sie die Antworten für die Buchstaben a) und b) tabellarisch getrennt an.

 

5. Welche Werte gab es zu den Fragen 1 bis 4 jeweils in den Kalenderjahren 2014 und 2015?

 

6. Wie bewerten Sie die Entwicklung in den vergangenen drei Jahren und welche Konsequenzen ergeben sich aus Ihrer Perspektive für die Schulunterrichtsversorgung im Salzlandkreis?"



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Kommentare: 1
  • #1

    Steuerzahler, Vater (Dienstag, 16 Mai 2017 14:36)

    Komisch, dass am Mittwoch die SPD nicht mit auf dem Karlsplatz mit für die Initiative wirbt. Es steht doch in ihrem Wahlprogramm drin, dass flächendeckend 103% Unterrichtsversorgung gewährleistet werden soll. Da ist das Wahlvolk dann wieder lästig. Die Ergebnisse eines solchen Verhaltens sieht man dann, wie in SH und NRW.
    Bravo, weiter so.Die großen Parteien schaffen sich selber ab, wenn am Volk vorbei regiert.