Das Steinsalz Bergwerk Bernburg

Anfang der 1890er Jahre wurde erstmals südlich des Harzes Kali gefunden. Da Investitionen in Kalibergwerke als äußerst gewinnträchtig galten, brach in der Region ein regelrechtes "Kalifieber" aus.


Anfang der 1890er Jahre wurde erstmals südlich des Harzes Kali gefunden. Da Investitionen in Kalibergwerke als äußerst gewinnträchtig galten, brach in der Region ein regelrechtes "Kalifieber" aus. Nach Eröffnung des Steinsalzbergbaus in Staßfurt begann die bergmännische Erschließung der Kalilagerstätten, die bei der Suche nach Steinsalz zufällig gefunden worden waren. Es setzte eine rege Bohr- und Schürftätigkeit nach Kali ein. Später wurde die "Aktiengesellschaft für Bergbau und Tiefbohrung" in Goslar gegründet, aus der später die Salzdetfurth AG - die älteste Vorläuferin der heutigen K+S Aktiengesellschaft – hervorging. Bis zum Ende des ersten Weltkrieges, als das Elsass mit seinen Kaliwerken an Frankreich fällt, war das deutsche Reich das einzige Erzeugerland von Kali in der Welt. Durch die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen und die anschließende Teilung des Landes verbleiben in der Bundesrepublik Deutschland nur etwa 40 % der ehemaligen Produktionskapazitäten.

 

Die übrigen 60 % fielen an die DDR. Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten eröffnet die historische Chance, die Kali- und Steinsalzaktivitäten der Kali und Salz AG und die der Mitteldeutschen Kali AG (MDK) nach mehr als 40 Jahren zusammenzuführen. Am Standort des heutigen Salzwerkes der esco – european salt company GmbH & Co KG, dessen rund 80 Meter hoher Förderturm schon aus weiter Ferne zu sehen ist, begannen 1912 die Teufarbeiten für die Schächte „Bernburg“ und „Gröna“. Seither wurden hier, nur durch Kriegsereignisse unterbrochen, bis 1973 Kalisalze gewonnen. Im Jahr 1968 wurde die Steinsalzproduktion in Bernburg konzentriert. Heute fördert das Werk über 2,5 Millionen Tonnen Steinsalz aus rund 500 Meter Tiefe. Übertage wird das Rohsalz gemahlen und einer breiten Produktpalette aufbereitet.

Nicht nur wirtschaftlich, auch in kultureller Hinsicht prägte das Salzwerk die Stadt Bernburg. So kam es im Mai 1952 zu einem Vertrag über die Zusammenarbeit des Werkes mit dem Museum Schloss Bernburg. Verschiedene Künstler arbeiteten im Werk über und unter Tage, dabei entstanden zahlreiche Kunstwerke. Darüber hinaus pflegen die „Bernburger Bergknappen 1890 e.V.“ bis in die Gegenwart bergmännische Traditionen.

 

Die NordLB hat auf der Grundlage einer Unternehmensbefragung eine aktuelle Rangliste der TOP 100 der Unternehmen in Sachsen-Anhalt für das Bezugsjahr 2010 veröffentlicht. Unter den 100 mitarbeiterstärksten Unternehmen des Landes haben sechs ihren Sitz im Salzlandkreis. Der größte Betrieb im Landkreis ist wie im Vorjahr die Firma Novelis Deutschland GmbH in der Stadt Seeland OT Nachterstedt mit 639 Mitarbeitern (landesweit Platz 43).  Zweitgrößter Betrieb ist die Salzlandsparkasse mit 539 Mitarbeitern (landesweit Platz 56), gefolgt von der esco European Salt Company GmbH & Co. KG (Steinsalzwerk) Bernburg mit 436 Beschäftigten (landesweit Platz 68).



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