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Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Polizeireviers Salzlandkreis für das Jahr 2022

Die Zahl der erfassten Straftaten ist gegenüber dem Vorjahr auf 11.916 Fälle (2021: 10.953) gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg um 8,8%.


Von den erfassten Straftaten konnten 6.087 Fälle aufgeklärt werden, dies entspricht einer Aufklärungsquote von 51,1%. Damit ist die Aufklärungsquote im Vergleich zum Vorjahr (AQ: 52,5%) leicht gesunken.

 

Insgesamt konnten 4.429 Tatverdächtige ermittelt werden (3.245 männlich, 1.184 weiblich). Im Vergleich zum Vorjahr (2021: 4.193) bedeutet dies einen Anstieg um 5,62%. Im Jahr 2022 waren 511 Tatverdächtige nichtdeutscher Herkunft (2021: 434). Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger an der Gesamtanzahl aller ermittelten Tatverdächtigen ist leicht gestiegen und betrug im Jahr 2022 11,54% (2021: Anteil: 10,4%).

 

Der Anteil der Tatverdächtigen unter 21 Jahren ist ebenfalls gestiegen und liegt jetzt bei 23,30% (1032 Tatverdächtige). Im Jahr 2021 betrug dieser Anteil noch 19,9% (833 Tatverdächtige). Von den unter 21-Jährigen wurden 259 Kinder (bis 14 Jahre), 464 Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre) und 309 Heranwachsende (18 bis unter 21 Jahre) als Tatverdächtige ermittelt. 

Kriminalstatistk 2022 Polizeirvier Salzlandkreis
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Erfasste Fälle in den

Straftatenhauptgruppen/ausgewählte Straftaten

(Auszug aus der Gesamtstatistik)

 

2022

2021

erfasste Fälle

AQ

in %

erfasste Fälle

AQ

in %

Fälle gesamt

11916

51,1

11372

52,5

 

Straftaten geg. das Leben

- Totschlag und Töten auf Verlangen

- fahrlässige Tötung

 

6

0

5

 

50

0

    40

 

1
0
1

 

100

0

100

 

Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung

- Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornografischer

  Schriften

- Verbreitung, Erwerb und Besitz jugendpornografischer   

  Schriften

171

43

 

11

85,4

83,7

 

90,9

206

55

 

8

91,3

98,2

 

87,5

 

Rohheitsdelikte/Straftaten gg. persönliche Freiheit

- Körperverletzungen insgesamt

- gefährliche und schwere Körperverletzung

- leichte Körperverletzung

- Raub/räub. Erpressung

- Erpressung

- Bedrohung

 

2074

1246

281

913

55

73

549

 

88,4

89,8

      85,1

      91,7

      69,1

      28,8

      89,6

 

1822
1172

296

793

61

55

382

 

87,9
90,0
86,8

91,7

68,9

21,8

85,3

 

Diebstahl insgesamt

- Besonders schwerer Diebstahl aus Lager /Büro

- Tageswohnungseinbruch

- Besonders schwerer Diebstahl an /aus Kraftfahrzeugen

- Besonders Schwerer Diebstahl von Fahrrädern

- Besonders Schwerer Diebstahl aus Keller

 

3819

236

47

199

473

206

 

26,4

15,3

29,8

7,5

6,6

6,8

 

3437

209

28

174
393
250

 

26,1

15,8

28,6

13,8
6,9
7,2

 

Vermögens-/Fälschungsdelikte

- Betrug

- Unterschlagung

- Urkundenfälschung

 

2021

1598

  233

  183

 

41,5

35,6

59,7

67,8

 

1942

1543

190

  203

 

46,0

39,3

64,2

75,4

 

sonst. Straftaten StGB

- Widerstand gegen die Staatsgewalt

- davon Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte

- Sachbeschädigung

- Brandstiftung/Herbeiführen einer Brandgefahr

- Waffen-/Sprengstoffdelikte

- Verstoß gegen das WaffenG

- Verstoß gegen das SprengstoffG

- Rauschgiftkriminalität

 

3049

368

50

1237

118

135

112

21

533

 

51,4

82,6

100

31,9

20,3

89,6

88,4

95,2

88,6

 

2645
334

55
1243

80

100

83

14

687

 

50,6
88,0

98,2

32,7

32,5

89,0

94

57,1

93,6

 

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

Von den 171 erfassten Sexualdelikten konnten 146 aufgeklärt werden, was einer AQ von 85,4% entspricht. Die Zahl der erfassten Fälle ist im Vergleich zum Vorjahr um 16,99% (Stand 2021: 206) gesunken. Gleichzeitig gibt es dadurch in der Aufklärungsquote dieses Deliktsbereichs ein Minus von 5,9 Prozentpunkten.

Mit 54 abgeschlossenen Fällen ist der Deliktsbereich Verbreitung, Erwerb und Besitz von kinder- und jugendpornografischen Schriften nach wie vor hoch (Stand 2021: 63). Eine mögliche Ursache hierfür ist das Verhalten von Kindern und Jugendlichen im Umgang mit sozialen Medien und Kommunikationsdiensten. Der durch Unwissenheit, Unsicherheit und/oder Sorglosigkeit geprägte Umgang mit deliktsbezogenen Aufnahmen verursacht eine schnelle und kaum einschränkbare Weiterverbreitung von Bildern und Videos. In Bezug auf die Sachbearbeitung bedeutet das ein zunehmendes Aufkommen von umfangreichen Ermittlungsverfahren gegen eine Vielzahl von Tatverdächtigen in diesem Deliktbereich.

 

Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit

Die Anzahl der erfassten Rohheitsdelikte, zu welchen auch die Körperverletzungsdelikte zählen, hat mit 2074 Fällen im Vergleich zum Vorjahr (Stand 2021: 1822) deutlich zugenommen.

Die Anzahl der begangenen Raubstraftaten (Raub/räub. Erpressung) ist bei etwa gleichbleibender Aufklärungsquote (2021: 68,9% zu 2022: 69,1%) um 9,8 % auf 55 gesunken (Stand 2021: 61). Reine Erpressungsdelikte sind dagegen von 55 im Jahr 2021 auf 73 im vergangenen Jahr gestiegen. Dies entspricht einer Zunahme von etwa einem Drittel (32,7%). Die Aufklärungsquote konnte in diesem Deliktbereich um 7% auf 28,8 % gesteigert werden (Stand 2021: 21,8%).

In Fällen der Bedrohung auf nunmehr 549 Fälle zu verzeichnen (Stand 2021: 382). Ursächlich hierfür dürfte, neben vielen Streitigkeiten um und in häuslicher Gemeinschaft (bedingt durch Corona und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen bzw. Einschränkungen), die Neufassung des § 241 StGB im April 2021 sein. Vor der Änderung war gemäß § 241 StGB nur die Drohung mit einem Verbrechen strafbar. Nun werden deutlich mehr Tathandlungen von dem Straftatbestand erfasst, beispielsweise können auch Androhungen einer Körperverletzung, Handlungen gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die persönliche Freiheit oder gegen Sachen von bedeutendem Wert eine Bedrohung darstellen. Trotz der steigenden Fallzahlen gelang es die AQ um 4,3% auf 89,6% zu steigern (Stand 2021: 85,3%).

 

Eigentumsdelikte

Die Zahl der Diebstahlsdelikte ist auf 3.819 Fälle gestiegen, was einem Plus von 11,1% entspricht (Stand 2021: 3.437). Auch die Anzahl der aufgeklärten Diebstahlshandlungen ist von 898 (Stand: 2021) auf 1008 im vergangenen Jahr gestiegen. Die AQ in diesem Deliktsbereich lag im vergangenen Jahr bei 26,4% und ist somit etwa gleichbleibend (Stand 2021: 26,1%).

Besonders schwere Diebstähle in/aus Lager-/Büroräumen sind mit 236 Fällen um 12,9% gestiegen (Stand 2021: 209). Die AQ ist mit 15,3% jedoch konstant geblieben (Stand 2021: 15,8%). Im vergangenen Jahr wurden 47 Tageswohnungseinbrüche angezeigt, 19 mehr als noch im Jahr zuvor (Stand 2021: 28). Trotz steigender Fallzahlen um 67,9% erhöhte sich auch die Aufklärungsquote in diesem Bereich auf 29,8% (Stand 2021: 28,6%).

Die Anzahl der Diebstahlshandlungen (besonders schwerer Fall) an/aus Kraftfahrzeugen ist um 25 auf 199 Fälle (Stand 2021: 174) gestiegen, während die Aufklärungsquote um 6,3% auf 7,5% (Vorjahr: 13,8%) gesunken ist.

Die Fallzahlen der Fahrraddiebstähle sind um 80 auf 473 Fälle (2021: 393 Fälle) erstmals wieder gestiegen. Als Hauptgrund für die nach wie vor hohen Fallzahlen gilt die Beschaffungskriminalität.

Die Anzahl der besonders schweren Diebstähle in und aus Keller- und Bodenräumen ist im vergangenen Jahr um 17,6% auf 209 gesunken (Stand 2021: 250).

 

Vermögens- und Fälschungsdelikte

Im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte ist ein Anstieg der Fallzahlen um 4,06% (mit Sicht auf das Vorjahr 2021: 1942) auf 2021 Delikte festzustellen. Die insgesamt in diesem Deliktsbereich gesunkene Aufklärungsquote von 46% auf 41,5% spiegelt sich auch in den einzelnen Delikten Betrug (AQ -4,3%), Unterschlagung (AQ -4,5%) und Urkundenfälschung (AQ -7,6%) wieder. 

 

Sonstige Straftaten

Im Bereich der sonstigen Straftaten konnte eine Zunahme der Fallzahlen um 15,27% auf 3049 Fälle (Stand 2021: 2645) festgestellt werden. Die Anzahl der Sachbeschädigungen ist mit 1237 erfassten Fällen gleichbleibend hoch (Stand 2021: 1243).

Trotz leichtem Absinken der Fallzahlen auf 50 sind die angezeigten Widerstandshandlungen gegen Vollzugsbeamte weiterhin hoch (Stand 2021: 55). Der einzig positive Aspekt in diesem Deliktsbereich ist eine 100%ige Aufklärungsquote (Stand 2021: 98,2).

Im Bereich der Brandstiftung/Herbeiführen einer Brandgefahr ist im vergangenen Jahr ein Anstieg der Fallzahlen um 47,5% auf 118 Fälle zu verzeichnen (Stand 2021: 80).

Die Zahl der Waffen- und Sprengstoffdelikte ist bei konstant bleibender Aufklärungsquote (2021: 89,0% zu 2022: 89,6%) von 100 im Jahr 2021 auf 135 im vergangenen Jahr gestiegen.

Im Einzelnen wurden 112 Verstöße gegen das Waffengesetz bekannt, 34,9% mehr als im Jahr zuvor (2021: 83).

Die Anzahl der Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz hat sich um 50% auf 21 erhöht (Stand 2021: 14). Die Aufklärungsquote in diesem Bereich lag 2022 bei 95,2%, was einem Plus von 38,1% entspricht (Stand 2021: 57,1%).

Im Bereich der Rauschgiftkriminalität stellte die Polizei mit 533 Fällen 154 Verstöße weniger fest als im Jahr 2021 (687). Den höchsten Anteil der Fälle im Bereich der Rauschgiftkriminalität nehmen dabei allgemeine Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz mit Cannabis mit 244 erfassten Fällen ein. Die Anzahl erfasster Fälle des Handels/Schmuggels und Anbaus von Betäubungsmitteln sank um 31,7% auf 110 Fälle (Stand 2021: 161).

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