Thietmars Flussreise mit Aufenthalt in Alsleben und Nienburg

Thietmars Flussreise - Von Merseburg nach Magdeburg unter der Schirmherrschaft von Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt.


Begonnen im Jahre 2015 soll Thietmars Flussreise jeweils in der letzten Juliwoche zu einem alljährlichen wasser- und geschichtstouristischen Ereignis werden. 2015 wurde an das 1000-jährige Jubiläum der Grundsteinlegung für den Kaiserdom Merseburg erinnert. Mit einem 20-köpfigen Darstellerteam, Musikern und Künstlern machte Thietmar an 10 Stätten Station, an denen sich Ottonische Geschichte abspielte oder noch romanische Baudenkmäler zu sehen sind. Vorerst planen die Organisatoren bis 2021. Dann jährt sich zum 1000. Mal die Weihe des Merseburger Doms durch Kaiser Heinrich II.

 

Die Verbindung der mitteldeutschen Städte sowie die Wurzeln des im frühen Mittelalter beginnenden europäischen Einigungsprozesses werden bis heute von den Flussläufen und Wasserstraßen getragen. Thietmars Flussreise wird zum Geschichts- und Kulturträger, schafft damit Identifikation der Einwohner mit ihrer Heimat.

 

In diesem Jahr steht der Veranstaltungszyklus unter dem Titel „Glaube und Zweifel“ und soll den berühmten Chronisten und Bischof Thietmar von seiner eher menschlichen Seite zeigen. Im Jahre 1017 – also vor genau 1000 Jahren – schrieb der Chronist (oder besser „ließ er schreiben“, denn 8 Kleriker waren vollauf mit dem Verfassen der Thietmarschen Annalen beschäftigt) mit großem Eifer an seinem Werk. Gleichzeitig trieb er den Bau seines Domes voran und bemühte sich nach Kräften und manchmal sogar mit nicht ganz lauteren Mitteln, den Grundbesitz und die Anzahl der Seelen in seinem Bistum zu vermehren. Mit 43 Jahren spürt er manch körperliches Gebrechen und in der einen oder anderen Traumvision gar sein nahendes Ende. Da sieht er das Audienzersuchen einer jungen Kräuterkundigen als Fingerzeig Gottes. Eilika – so der Name jener blauäugigen Heilerin – zieht den Bischof in ihren Bann. Doch vorerst gelang es ihr tatsächlich, dem Kirchenmann Kraft und Lebensmut zurückzugeben. Thietmar spürt wieder Tatendrang und einen großen Eifer, sein gottgefälliges Werk zu einem guten Ende zu bringen. In einer Spätjulinacht ruft er seine Getreuen auf den Hof seiner Merseburger Residenz, um seinen Aufbruch flussabwärts mit großer Feierlichkeit kundzutun…

 

Jeder Stationsort hat ein eigenständiges Thema. Es könnte ein Kapitel aus Thietmars berühmter Chronik oder eine gefühlte Zeitreise in das Jahr 1017 sein.

 

Das Besondere eines Schiffsreisen-Jahres ist auch immer in seinem Plakatmotiv zu entdecken: der Charakter unten links wird jährlich neu gestaltet und anschließend in das Lay-out und in die Dramaturgie eingebaut. War es im vergangenen Jahr Ibn Al Yakoub – ein maurischer Gesandter und Fernhändler, der seinerzeit die böhmische Hauptstadt Prag erstmalig erwähnte - handelt es sich in diesem Jahr um die geheimnisvolle Heilerin Eilika.

 

„Thietmars Flussreise“ im Jahr 2017 – die Stationen im Überblick

Fr. 21.07.17, Merseburg, Domplatz, 19.00 Uhr

Lampion- und Fackelzug von der Rabenvoliere bis an das Saaleufer

 

Mit viel Licht und Musik bereitet sich Bischof Thietmar auf seine Abreise in Richtung Norden vor. Der Magdeburger Erzbischof Gero hat den Merseburger Kirchenfürst gebeten, sich vorerst mit ihm in Halle auf dem Giebichenstein zu treffen. So sammelt er sein Gefolge in einem Lichterzug und eilt an den Fluss …

 

Sa 22.07.17, Halle (Saale) Burg Giebichenstein, 12.00 Uhr

Geschichtsspektakel mit abendlichem Konzert

 

Gemeinsam mit dem Thüringer Ritterorden dreht sich alles um den berühmten Gefangenen, den Sohn des Mailänder Markgrafen. Encelin oder Albert Azzo verbrachte bisher 3 harte Jahre in seinem Verließ oberhalb der Saale. Doch Kaiser Heinrich II will Frieden mit den oberitalienischen Städten und beauftragt seine beiden Bischöfe Gero und Thietmar, den Grafensohn in die Freiheit zu entlassen, ohne dass der Kaiser an Autorität verliert. Ein seltsamer Handel bahnt sich an.

 

Unbestrittener Höhepunkt und ideale Ergänzung zur gespielten Stadtgeschichte ist das abendliche Konzert auf der Burg Giebichenstein mit der Folk- und Mittelalterband The Sandsacks.

 

So 23.07.17, Halle am Fuße der Burg Giebichenstein, 11.00

Historischer Reiter- und Fuhrwerktross „Von Burg zur Burg“

 

Der Erzbischof Gero von Magdeburg hat mit Thietmar einen Gerichtskampf oder ein Gottesurteil eingefädelt. Es ist ein abgekartetes Spiel. Dietrich, Graf von Brehna und Eilenburg macht sich zum Komplizen und zum angeblichen „Hüter der kaiserlichen Gerechtigkeit“. Der Zug bewegt sich entlang der Saale bis zu einem mystischen und geweihten Platz, der heute Würfelwiese genannt wird. Hier werden Encelin und Dietrich ihre Klingen kreuzen.

 

Mo 24.07. bis Fr 28.07. Pilgerwanderung von Landsberg bis Alsleben , „100 Kilometer zu Fuß mit Thietmar“

Mo 24.07., Landsberg – Petersberg

Di 25.07., Petersberg – Wettin

Mi 26.07. Wettin – Eisleben

Do 27.07. Eisleben – Walbeck (b. Hettstedt)

Fr 28.07. Walbeck – Alsleben/Saale

 

Thietmar hat schon einmal – im Jahre 1003 eine Pilgerreise nach Köln unternommen. Grund war eine schwere Erkrankung seines Bruders. Thietmar begriff sie als Strafe Gottes und wollte sie durch die Pilgerreise sühnen.

 

Sa 29.07.17, Alsleben/Saale, Festwiese, ab 12.00 Uhr Geschichtsfest „Die Taufe des Udonen“

Mit der Ankunft der „Askania“ in Alsleben wird der verwandtschaftlichen Beziehungen des Bischofs mit seinem Onkel Siegfried von Stade-Alsleben und seiner Tante Adele von Alsleben gedacht. In diesem Jahr gilt es außerdem die Taufe des neuen Stammhalters Udo Lothar zu feiern. Mit Marktständen, Weinverkostungen, Gesangsbeiträgen des Alslebener Chores und den historischen Inszenierungen auf der Festwiese unter Beteiligung Alslebener Darsteller wird die Flussreise in der kleinen Saalestadt zu einem echten Heimatfest

 

So 30.07.17. Nienburg (Saale) Thingplatz, ab 14 Uhr Geschichtsinszenierung „Ein Abt für die Goldene Stadt“

Am Fuße der Klosterkirche wird die „Askania“ an der Bodemündung bereits erwartet. Die Gäste werden erleben, wie der Magdeburger Erzbischof Gero gemeinsam mit dem Merseburger Kirchenfürsten den Nienburger Abt Ekkehard zum Bischof weiht. Dieser machte sich dann umgehend auf die Reise nach Prag, um dort im Sinne des Kaisers seine Amtsgeschäfte auszuüben. Wenn dann die drei Bischöfe feierlich den Flusssegler betreten, findet das diesjährige Flussabenteuer vorerst sein Ende.

 

Veranstalter ist der „Verein zur Förderung der Hansekultur in der Hansestadt „Halle an der Saale“ e.V.“. Der Initiator und Ideengeber von

 

„Von Dom zu Dom - Thietmars Flussreise“ ist Thomas Kirchhoff. Unter seiner Leitung arbeitet die Projektgruppe, in der Mittelalteraktivisten aus Halle (Saale) und Leipzig sowie Mitglieder des Thüringer Ritterordens, der Ritterschaft von Lyon, des Blauen Haufens und der Ritterschaft der Burg zu Bornstedt mitarbeiten, seit Ende 2014 intensiv an der Projektkonzeption und -realisierung.

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