THW Helfer aus dem Salzlandkreis in Wittenberg

Die 110 Meter lange und sieben Meter breite Pontonbrücke der Bundeswehr musste mit der gestern von THW-Kräften fertig gestellten Deichüberquerung, einer 50 Meter langen und sechs Meter breiten Konstruktion, verbunden werden.


Evangelischer Kirchentag in Wittenberg, kaum Wind und die Sonne strahlte vom wolkenlosen Himmel. Darunter 280 ehrenamtliche THW-Helferinnen und Helfer, die den Landkreis Wittenberg bei der Bewältigung des Veranstaltungstages unterstützten. Viele arbeiten im Schichtbetrieb, ob in den Bereitstellungsräumen der Einsatzkräfte zur Versorgung mit Essen und Getränken, ob als Fachberater im Stab der örtlichen Einsatzleitung, ob beim Rückbau von Deichüberquerung und Bereitstellungsräumen oder im Leitungs- und Koordinierungsstab der Geschäftsstelle Halle (Saale). „Wir haben ausreichende Mengen an Getränken, Sonnen- und Mückenschutz besorgt und verteilen das an unsere Einsatzkräfte, denn wir tragen schließlich für sie Verantwortung“, meint Stabsleiter Marco Bohrer. „Bei solch extremen Temperaturen muss jeder unbedingt ausreichend Wasser trinken“, sagt er eindringlich und trinkt gleich noch einen Schluck aus der Wasserflasche.

 

Schon kurz vor sechs Uhr begann auf der Elbe das Geschehen, als die Brückenverbindung von Bundeswehr und THW für die Besucherinnen und Besucher frei gegeben wurde. Viele waren schon früh auf den Beinen und verfolgten den routinierten Zusammenbau. Auch Landesbeauftragter Manfred Metzer kam vorbei. Das Medienteam des Landesverbandes war sogar schon ab drei Uhr unterwegs, um rechtzeitig vor Ort zu sein.

 

Das THW organisierte in enger Kooperation mit dem DRK die Unterbringung und Versorgung der Einsatzkräfte von THW, DRK, JUH, DLRG und der Freiwilligen Feuerwehren, die am Vorabend in Wittenberg eintrafen. Dazu gehörte unter anderem auch die Verpflegung von 750 Freiwilligen, die aus ganz Sachsen-Anhalt herbei gerufen wurden. Carsten Schulz, THW-Fachkraft für Arbeitssicherheit, schaute sich die Unterkünfte zuvor noch an und war hoch zufrieden.

Fotos: THW-Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt

 

Den Überblick über die vielen Einsatzkräfte und die anfallenden Aufgaben behalten die Experten der fünf Fachgruppen Führung/ Kommunikation aus dem Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt. Sie sichern die Kommunikationsstrukturen für den Landkreis, wobei der Weitverkehrstrupp wichtige Funkverbindungen aufbaute.

 

Bereits seit Dienstag bauten ehrenamtliche THW-Einsatzkräfte aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin einen insgesamt 50 Meter langen Steg, um von den Elbwiesen am Südufer einen Zugang über den Deich bis zur geplanten Fußgängerbrücke über die Elbe zu schaffen. An diesen Zugangssteg wurde dann eine Pontonbrücke der Bundeswehr angedockt, die am Sonntag eine Verbindung der Stadt Wittenberg mit den Elbwiesen zum Festgottesdienst schaffte. Das THW setzte für den Bau des Fußgängersteges umfangreiches Material des Einsatzgerüstbausystems ein. Für die Bauvorbereitung, die Transport-Tätigkeiten und den Stegebau waren unter anderem das Bergeräumgerät und Geländestapler im Einsatz. Mit Mehrzweckarbeitsbooten sicherten die THW-Helferinnen und –Helfer auch wasserseitig die Arbeiten ab. Mobile Beleuchtungsaggregate sorgten bei Einbruch der Dämmerung für Helligkeit.

 

Die 110 Meter lange und sieben Meter breite Pontonbrücke der Bundeswehr musste mit der gestern von THW-Kräften fertig gestellten Deichüberquerung, einer 50 Meter langen und sechs Meter breiten Konstruktion, verbunden werden. Die Herausforderung war es, einen Deich zu überbauen und die 110 Meter lange Pontonbrücke nahtlos anzubinden.

 

Bei dieser Gelegenheit bedankte sich Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff bei den Einsatzkräften von THW und Bundeswehr, ihn begleiteten der Geschäftsführer des Reformationsjubiläums 2017 e.V. Hartwig Bodmann, Landrat Jürgen Dannnenberg, Oberbürgermeister Thorsten Zugehör sowie der Kreisbrandmeister Roland Karthäuser. Oberst Halvor Adrian seitens der Bundeswehr und Landessprecher Michael Borgmann und Referatsleiter Dirk Ulrich vom THW nahmen den Dank gern entgegen. 90 Soldaten der Bundeswehr und 70 Kräfte des THW hatten alles vorbereitet, damit die sieben Meter breite Faltschwimmbrücke an die vom THW gebaute angeschlossen werden konnte.

 

THW-Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt



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