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Auf dem Grund der Schleuse in Calbe Saale

Die Schleuse Calbe wurde in den Jahren 1939 bis 1941 zur Umfahrung der Stromschnellen im Lauf der Saale erbaut. Nach 76 Jahren wurde nun der Bereich des unteren Schleusentores trocken gelegt und das gesamte Tor ausgebaut.


Zur Umfahrung der Stromschnellen im Lauf der Saale wurde in den Jahren 1939 bis 1941 die Schleuse Calbe erbaut. Seit dem ist diese ohne große Störungen in Betrieb, aber nach 76 Jahren nagt der der Zahn der Zeit an diesem Wasserbauwerk. Aufgrund des Bauwerkszustandes ist an der Schleuse Calbe der Ersatzneubau des Untertores notwendig geworden. Deshalb wurde seit dem 08. März 2017 durch das WSA Magdeburg Revisionsverschlüsse des Unterhauptes gesetzt, um den Torbereich trocken zu legen.

 

Die Bauausführung durch den Auftragnehmer begann mit der Demontage des Bestandstores. Dieses wurde durch Schneidbrennen in Stücke zerlegt und gestern erstamals in der Geschichte der Saaleschleusen überhaupt, mittels Mobilkran ausgehoben und zur Verwertung abtransportiert. Am 15. März 2017 wurde das Baufeld an den Auftragnehmer der Baumaßnahme, die Firma Dobritzsch Stahlbau GmbH aus Zschornewitz / Gräfenhainichen, übergeben.

Die vorlaufende Werksfertigung des neuen Untertores erfolge in 2016 / 2017 im Werk des Auftragnehmers in Zschornewitz. Der Korrosionsschutz wurde in Halle durch die Firma Korro Trend aufgebracht. Das neue Untertor ist erneut ein Hubtor. Das Eigengewicht beträgt insgesamt rund 50 t. Um die Montagewichte an die Möglichkeiten der Kranaufstellung in Calbe anzupassen, wurde das neue Untertor in zwei Teilen als Ober- und Unterteil gefertigt, die horizontal mittels eines Schraubstoßes verbunden werden.

 

Aufgrund der beengten Platzverhältnisse infolge der Brücke über das Unterhaupt werden die beiden Torhälften mittels eines 400 t- Mobilkrans in die Baugrube eingehoben, verschraubt und dann horizontal mittels einer Verschubbahn in die richtige Position verschoben. Im Anschluss wird das neue Untertor noch mit Rollen, Laufsteg und Geländern ausgerüstet. Den Abschluss der Montage bilden die Funktionsproben des neuen Tores im Trockenen und der Probebetrieb nach Rückbau der Revisionsverschlüsse im Nassen.

 

Das neue Untertor verfügt über das nahezu gleiche Eigengewicht wie das Bestandstor. Daher kann die Baumaßnahme auf den reinen Tausch des Tores beschränkt werden. Am Hubtorportal, an den Torantrieben sowie der Energieversorgung und der Steuerungstechnik sind keine Maßnahmen erforderlich. Insgesamt werden mit der Maßnahme rund 450.000 € in den Erhalt der verkehrlichen Infrastruktur investiert.

Der Wechsel des Untertores ist erforderlich, da das seit 1941 in Betrieb stehende Bestandstor wesentliche statisch relevante Schädigungen aufweist und insbesondere der Nachweis der Betriebsfestigkeit aus den bisher durchgeführten Lastspielen nicht mehr zu führen ist.

 

Für die Bauausführung muss die Schleusenkammer gesperrt werden. Die Sperrung begann am 08. März für das Setzen der Revisionsverschlüsse und soll Ende der 20. KW nach der erfolgreichen Montage und dem Rückbau der Revisionsverschlüsse wieder aufgehoben werden.

 

Infolge der notwendigen Positionierung des Krans auf der Straße neben der Unterhauptbrücke sind temporär zusätzlich Straßensperrungen erforderlich. Seit Sommer 2016 und damit zeitgleich wird im Auftrag des Wasserstraßen-Neubauamts Magdeburg eine neue Brücke über das Unterhaupt der Schleuse gebaut. Die beiden Maßnahmen sind technisch und terminlich aufeinander abgestimmt.

 

Die Schleuse Calbe wurde in den Jahren 1939 bis 1941 zur Umfahrung der Stromschnellen im Lauf der Saale erbaut. Die Schleppzugschleuse verfügt über die für die Saalegroßschleusen typischen versetzten Einfahrten, um die Kammerbreite zu erhöhen.

 

Die senkrechten Schleusenkammerwände sowie die Häupter sind als Schwergewichtsbetonwände ausgeführt. Die Kammersohle besteht aus Betonsteinpflaster. Die Hubtore werden an den für die Saalegroßschleusen typischen Portalen geführt. Das Befüllen und Leeren der Kammer erfolgt durch das Anheben der Hubtore.

 

Im kommenden Jahr sollen dringend erforderliche und umfangreiche Sanierungen an den Schleusen in Bernburg und Alsleben vorgenommen werden. Fast 80 Jahre sind die Schleusen in Betrieb, Rost an den 38 t schweren Toren und den Spundwänden des oberen Vorhafens erfordern Handlungsbarf. Derzeit laufen die Ausschreibungen für die Sanierungen, die Kosten trägt der Bund. Auch die 1938 erbaute kleinste Eisenbrücke, die 16 m lange und 4,20 m breite Verbindungsbrücke von der Fischergasse hinüber zur Saaleinsel wird durch einen Neubau ersetzt. Wie in Bernburg werden auch in Alsleben die 12 m breiten und 8 m hohen Schleusentore komplett demontiert und durch neue Tore ersetzt. Der genaue Zeitplan steht derzeit noch nicht fest.

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